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Blaue Platte der Woche: „The Sun, Moon & Herbs“

He rambled like nobody has ever rambled before. Dr. John ist tot. Malcolm John «Mac» Rebennack (November 20, 1941 – June 6, 2019), das musikalische Herz von New Orleans, Louisiana, schlägt nicht mehr. Christian Platz hat vor einiger Zeit ein grosses Porträt für KULT über sein musikalisches Idol, den Night Tripper, geschrieben. Aus gegebenem traurigem Anlass posten wir es heute nochmals.

Malcolm John Mac Rebennack erblickte das Licht unserer Welt am 20. November 1941 in New Orleans – city of a million dreams –, Lousiana. Er ist im gleichen Stadtviertel aufgewachsen wie Louis Armstrong  – der allerdings 40 Jahre vor Mac geboren wurde. In der legendären Third Ward nämlich, deren eines Ende direkt am Mississippi liegt, während sich das andere Richtung Bourbon Street erstreckt – und die vielbesungene Basin Street ist auch nur einen Katzensprung entfernt. Der Hurrikan Katrina hat das Quartier im Jahr des Herrn 2005 flach gelegt. Heute ist hier allerdings das Allermeiste wieder aufgerichtet.

Beide Männer haben die geile Musik aus Crescent City, so lautet einer der vielen Spitznamen der Jazz-, Blues-, Rhythm&Blues-Metropole, in alle Welt hinausgetragen: Louis – genannt Satchmo – als einer der grössten Jazzmusiker aller Zeiten, Mac – genannt Dr. John – als eine der Galionsfiguren des New Orleans-R&B, dem er immer wieder kreative Impulse gegeben hat – und weiterhin geben wird, obwohl er in den letzten Jahren mehrere gesundheitliche Martyrien hinter sich bringen musste. Yes – und beide haben sie besungen, die alte Basin Street. Allerdings mit komplett verschiedenen Lyrics.

Berühmte Gangster und verrückte Stadtoriginale

Macs Eltern waren irischer Abstammung. Das Elternhaus ward ein kleines zweistöckiges Gebäude, in dem, nebst Mac, seiner Schwester und seinen Eltern, auch beide Grosselternpaare wohnten. Die Third Ward ist einerseits das lebendige (heute allerdings nicht mehr ganz so wie damals, in den Forties und Fifties) Geschäftsviertel der Stadt, auch das Rathaus liegt in diesem Bezirk, andererseits war sie, zu Macs Jugendzeit, die Heimat berühmter Gangster und unvergesslich verrückter Stadtoriginale. Die Bewohnerschaft dieser Ward stellte ein buntes Gemisch dar, jüdische, irische, italienische und afroamerikanische Familien lebten Tür an Tür, alle waren sie arm, arbeiteten hart, amüsierten sich in ihrer Freizeit prächtig, wie dies in N’awlins halt Tradition hat.

Macs Vater betrieb einen kleinen Departement Store und führte zeitlebens einen harten Existenzkampf. Die Musik kam durch Macs Grossvater mütterlicherseits in das Leben des kleinen Jungen. In seiner Jugend hatte der alte Mann in einer Minstrel Band gesungen und getanzt, die in Mobile, Alabama, stationiert war. Minstrels nannte man weisse Musiker, die in den olden days – als Afroamerikaner verkleidet sowie schwarz geschminkt  – vor weissem Publikum auftraten und schwarzen Sound spielten. Grosspapa wurde von seinem Enkel im Rollstuhl durch die Strassen und Parks geschoben – dabei pflegte er ein Liedlein vor sich hin zu singen, das der Enkel später in Tausenden von Konzertsälen, rund um den Erdball singen würde: “I’ve been hoodooed, I’ve been-a-hoodooed.“ Yeah. New Orleans ist eine der Welthauptstädte der synkretistischen Voodoo-Religion, die oft geschmäht, häufig denunziert worden ist, zu Unrecht, wie ich meine, gleichzeitig schwingt jene mystische Note im Sound dieser Stadt mit. Unverwechselbar. Und Jung-Mac wird dereinst einer von jenen Künstlern sein, die dieses mystische Element, das aus der Anderswelt der afrikanischen Gottheiten stammt, die sich mit katholischen Heiligen zu neuen Einheiten verbunden haben – und so zu den Loas und Orishas des Voodoo geworden sind –, besonders stark, frech und innovativ in ihre Musik einbinden werden. Voodoo wird dort unten, am Mississippi, übrigens auch GrisGris genannt.

Glück in den Strassen

Mac Rebennack durchlebte eine mehr als nur wilde Jugend. Mit den anderen Jungs aus dem Quartier hat er eine Menge Scheisse gebaut, Streiche gespielt und kleine Verbrechen begangen: „Wir waren richtige kleine Gangster,“ hat er mir mal 1996 erzählt, nach einem Konzert im Basler Stadtcasino, „wir waren Iren, Juden, Polen, Italos, Nigger, keiner von uns war auch nur im Geringsten rassistisch, wir haben nicht einmal gewusst, was das ist. Wir waren Kids aus armen Familien, die ihr Glück in den Strassen von New Orleans suchten. Einer unglaublichen Stadt. Ich war immer dankbar dafür, dass ich dort unten, am Mississippi aufwachsen durfte.“

Manchmal fanden sie in den Strassen ein Stück Glück, manchmal auch ein paar gesalzene Ohrfeigen von einem Cop.

Schon im jüngsten Teenie-Alter begannen Mac und seine Buddies, Drogen zu konsumieren, Marihuana zunächst, dann seltsame Tabletten, Kokain – praktisch alle von ihnen landeten später beim Heroin, wurden Hustler, kleine Betrüger Zuhälter – und Mac war keine Ausnahme. Über seine Heroinsucht, den Affen auf seinem Rücken, der ihn jahrzehntelang begleitete, auch als er bereits ein grosser Star war, hat Mac sich – in Wort und Schrift – übrigens nie bedauernd oder entschuldigend geäussert. Er sei halt ein geborener dope fiend, ein Drogenmensch also, dies sei seine persönliche Angelegenheit und überdies ein durchaus frei wählbarer Lebensweg. Seine Reflektionen über Drogen gleichen manchmal jenen des grossen US-amerikanischen Autors William S. Burroughs, sie fallen in der Regel lakonisch aus, nie mystifizierend, manchmal humorvoll, manchmal bitter, aber immer durchdrungen vom Leben, vom Erlebtem.

Guitar

Als Mac elf Jahre alt war, begann seine ältere Schwester, Klavier zu spielen. Er liebte es, ihr dabei zuzuhören. Gleichzeitig liebte er die funky R&B cats, die damals in New Orleans an jeder Strassenecke auftraten, die mächtigen Brass Bands der Stadt, die schon immer die besten ihrer Art auf diesem blauen Planeten waren – und natürlich die Rhythmen und Gesänge der ehrwürdigen Mardi Gras-Indianerstämme, die Donner und Blitz verkünden, wenn die Carnival Days die Strassen verzaubern. Mac wollte auch Musik machen – er entschied sich für die Gitarre. Beide seine Gitarrenlehrer waren angesehene und originelle Profimusiker-Persönlichkeiten, die auf diversen denkwürdigen Aufnahmen zu hören sind. Er wurde zunächst von Papoose unterrichtet, später von Roy Montrell, weil Papoose mit seinem Job für Fats Domino voll ausgelastet war und deshalb keine Stunden mehr geben mochte. Beide Lehrer öffneten dem aufmerksamen Schüler die Ohren für alle möglichen Musikstile, sie schärften auch seinen Sinn für – und nährten sein Wissen um den – Jazz.

Profimusiker, Junkie, Dealer

Bereits mit 14 Jahren wurde Mac zum Profimusiker – gleichzeitig war er Junkie und Strassendealer. Er arbeitete praktisch mit allen legendären New Orleans-R&B-Künstlern der damaligen Generation zusammen, allen voran Professor Longhair, Allen Toussaint, Earl King, Lee Dorsey – Namen wie Donnerhall. Auch mit dem jungen Pianogenie James Booker, einem total schrägen Vogel, den ein tragisches Schicksal und ein früher Tod erwarteten, einem der grössten Tastenmänner, den the Cresecent City je hervorgebracht hat, machte er Musik – und wohl so manche Dummheit. So zogen einige Jahre ins Land. Mac spielte überall in den Südstaaten, manchmal vier Gigs am Tag. Spät nachts hockten die Jungs dann noch in kleinen Recording Studios, tranken Whisky, rauchten Joints und produzierten einige der geilsten, groovendsten Aufnahmen, die es überhaupt gibt. Mac ist auf aberhunderten von R&B-Tracks aus jener Zeit zu hören, oft gab’s dafür keine Credits, denn damals standen auf den Covers der Platten nur die Namen der Stars.

Finger abgeschossen

Dann passierte unserem Mac ein Missgeschick. Er überwarf sich, wegen eines schiefgegangenen Drogendeals, mit einem Gangster, der ihn dann eines Nachts anschoss. Bei dieser Schiesserei wurde Mac der Mittelfinger seiner rechten Hand praktisch abgetrennt. Man hat ihn dann zwar wieder angenäht. Aber Das Teil wuchs schräg zusammen. Gitarrespielen auf hohem Niveau wurde für den jungen Musiker unmöglich. Also beschloss er, hinter die Keyboards zu steigen. Mit den Jahren wurde er eine der signifikantesten Piano-, Hammond-, Fender Rhodes- und Clavinet-Kräfte der Mississippi-Region. Und das will etwas heissen, denn die Konkurrenz war dort unten, im tiefen Süden der USA, immer schon mächtig, kompetitiv, hochkarätig. Und so ist es noch heute.

Stranded in Californee

Mit der Zeit kristallisierte sich eine Band heraus, zu der unter anderem Mac, der grossartige Drummer John Boudreaux, der Wahnsinns-Saxophonist Plas Johnson, der verrückte Keyboard-Zauberer James Booker sowie der Sänger und Multiinstrumentalist Ronnie Barron gehörten. Sie tourten und tourten. Endlos. Die ganze Kompanie war auf harten Drogen. Manchmal litten alle im Bus unter heftigen Entzugserscheinungen. Zudem gab’s viel Ärger mit den Cops, Schlägereien, Messerstechereien, kurze Knastaufenthalte – und 1966 strandete die ganze Band in Los Angeles, Kalifornien. Ausgerechnet dort, in der Fremde, wo sie anfänglich im krassesten Elend lebten, kam ihnen die Idee, eine Band auf die Beine zu stellen, bei der sich alles um den Mythos New Orleans drehen sollte, mit der ganzen musikalischen Wahnsinns-Gumbo der Stadt (Gumbo ist die Nummer eins Spezialität von Crescent City, ein währschafter Eintopf auf der Basis einer Mehlschwitze), mit Voodoo, GrisGris, Mardi Gras und allem… Der Protagonist dieser Combo, sollte Dr. John darstellen, einen legendären, längst verstorbenen Voodooschamanen aus der Lokalgeschichte von NoLa (das männliche Gegenstück zu der legendären Voodoo-Queen Marie Laveau sozusagen). Ronnie Barron war für die Rolle vorgesehen. Doch Barron war in jener Zeit total unzuverlässig – und tendenziell noch verladener, als alle seine Kumpels zusammen. Deshalb wurde dann eben der gute Mac zu Dr. John. Dieser Name würde ihn weltberühmt machen, im Privatleben allerdings nennen ihn, auch heute noch, alle einfach Mac. Schon die ersten drei LP-Produktionen der Band waren der Hammer: „Gris-Gris“, „Babylon“ und „Remedies“ zogen mit ihren tiefen bösen, fast obszön geilen Grooves, ihrem polyrhythmischen Ansatz, in dem du immer den berühmten Backline Beats aus NoLa spüren kannst, ihren komplexen Arrangements und Texten, die eine Mischung aus Hip-Talk, Ironie und Mystik zusammenkochten, weltweit die Aufmerksamkeit der R&B- und Rockgemeinde auf sich. Sowie die Aufmerksamkeit grosser Rockstars, etwa den Leuten von „The Band“, den Rolling Stones, Steve Winwood – und jene der Produzentenlegende Jerry Wexler.

Doch auch die Aufmerksamkeit des Voodoo-Establishments der Südstaaten wurde geweckt. Einige bekannte Holy Mothers und Doctors suchten Mac nach einem Konzert in Georgia auf – und eröffnetem ihm, dass sie ihn in Bausch und Bogen verfluchen würden, wenn er die Band weiter betreibe, ohne proper in die Gris-Gris-Welt eingeführt zu sein. Und, glaubt mir, dort unten am Old Man River ist eine solche Drohung durchaus ernst zu nehmen. So wurde der selbsternannte Doctor mit der Zeit zum waschechten Hoodoo Doc. Abend für Abend holten ihn, nach erfolgtem Gig, die jeweiligen örtlichen Hoodoo-Autoritäten ab. Er wurde von ihnen in den Mysterien der afrokaribischen Magie (à la New Orleans) unterwiesen und geprüft (wer mehr über Voodoo wissen will, findet auf der KULT-Homepage zwei Artikel von mir zum Thema). Als ich Mac mal, Ende der Nineties, nach einem Konzert in New York, in der Garderobe aufgesucht habe, hatte er gerade – schwitzend – seinen Smoking und das weisse Hemd ausgezogen, darunter trug er ein weisses Wifebeater Shirt – plus so viele Amulette und Medizinsäckchen, wie ich es vorher noch nie am Hals eines Menschen gesehen habe. Und ich habe schon mit vielen gut behangenen Magiern, Hexen und Medizinmännern Kontakte gepflegt…

Spezieller Kick

Ehrlich gesagt. – Ich könnte hier fast jede Platte von Dr. John – und es gibt inzwischen viele – zur blauen Platte der Woche ernennen. Alle sind sie auf ihre Art brillant, es gibt da kaum Durchhänger. Doch eine der Produktionen, sticht für mich besonders heraus, jene vierte von 1971, „The Sun, Moon & Herbs“, die ich, 1976, als ich elf Jahre alt war, von meiner extrem coolen Gitarrenlehrerin Heidi, die mir viele neue musikalische Horizonte eröffnet hat, ausgeliehen bekam (ich habe sie nie mehr zurückgegeben) – und dadurch ziemlich schnell auf die schiefe Bahn geraten bin.

Seither hat diese Platte mich begleitet  – ich besitze zwar alle erhältlichen Aufnahmen von Dr. John, doch in jenen Momenten, in denen ich diesen speziellen Kick brauche, lege ich „The Sun, Moon & Herbs“ auf.

Mystisch, erotisch, grooooovy

Das Teil ist mystisch, erotisch, groovy, es trieft vor abgrundtief schwarzem Humor und schwarzer Magie: Schleppende Second Line Beats, schwere, abgrundtief böse Basslines und jene raunende Stimme, die – wie ein uralter Alligator aus den Sümpfen von Louisiana – von Erlebnissen aus der Anderswelt berichtet, die manchmal unheimlich, manchmal makaber, manchmal ein wahres Dekameron der Lüste von New Orleans darstellen. Diese Produktion bringt dir total abgefahrene, rhythmisch sowie harmonisch verzwickte und ausgeklügelte Bläsereinsätze, die immerzu überraschende, geniale, bluesige Tastenarbeit des Meisters, blitzende und mäandernde Gitarrenlinien von – jawohl – Gastmusiker Eric Clapton, eine riesige Band, einen echten motherfuckin’ fonky wall of sound ins Haus. Hallelujah. Bluesharmonien, mischen sich mit spanischen Einflüssen, Jazz-Akkorden und allerlei schrägen Momenten, die aber immer voll organisch in den Groove eingewoben sind. Dazu ertönen geisterhafte, schmachtende backing vocals, die nach dunklen Ritualen klingen, bei denen übrigens Mick Jagger mitgewirkt hat, was aber im Soundbild nicht auszumachen ist, und wohl eine ganze Horde heisser, splitternackter Frauen.

Und der dicke Markknochen, der diese heisse Gumbo schön eindickt, ist der mächtige Fonk, der R&B, die Seele von Crescent City. Yeah.

Die Einflüsse von Lee Dorsey, Earl King, Snooks Eaglin oder Prof. Longhair schwingen hier genauso mit, wie etwa jener von Miles Davis’ „Bitches Brew“. Und noch einige andere Sachen, die auf dieser Welt keine Namen haben…

Von „Black John the Conquerer“, bis zu „Zu Zu Mamou“, von „Where Ya at Mule“, bis zu „Familiar Reality“ ist die Platte ein echtes sumpfiges sexy Biest von einem verfickten Meistwerwerk… – Der verrückte Doppelsong „Pots on Fiyo (Filé Gumbo) / Who I Got to Fall On (If the Pot Get Heavy)“ kommt mit einem besonders abgefahrenen und hinterfotzigen Arrangement daher, hört euch mal die Übergangspassage zwischen den beiden Hauptsegmenten genau an, brillant!

And all the zouzou – and all the hoodoo…

Mit dieser Produktion hatte Dr. John seinen ureigenen Stil gefunden, den er später immer wieder erweitern, verfeinern und weiterentwickeln sollte. Leider sind die meisten CD-Ausgaben der Platte soundtechnisch etwas sehr dumpf geraten. Die LP hatte dieses Problem überhaupt nicht. Nur eine kleine, japanische CD-Auflage ist ganz gut remastered. Aber ich habe Geduld, die ideale re-issue wird noch kommen. Und wenn du den Volume-Regler auf zehn drehst, die Bässe schön hochtreibst, geht’s schon. This groove will shake your body and your soul… Yes, diese Musik ist gut zum chillen, zum ab-spacen, für Sex – und zum Strippen. Hey Man, falls deine lovely Lady manchmal, vor der guten alten Nummer, gern für dich einen Striptease in die gute Stube bringt, leg dazu mal diese Platte auf, zünde schwarze Kerzen an, dreh’ die Lichter runter (aber nicht allzu dunkel) und den Sound rauf – ihr werdet die Voodoo-Trance und die Dekadenz von New Orleans, Louisiana, körperlich erfahren. Hey, la bas, lovely Lady! Strip zu dieser Platte!!!!

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Christian Platz

Autor: Christian Platz

Lebt in Basel. Arbeitet überall. Reist recht viel. Vor allem nach Asien. Und in den Deep South der USA. Verdient sein Geld seit über einem Vierteljahrhundert mit Schreibarbeiten. Vorher hat er als Pfleger in einer Irrenanstalt gewirkt. Hat mehrere Bücher veröffentlicht. Spielt seit 40 Jahren fanatisch Gitarre, zwischendurch singt er auch noch dazu. Schreibt unter anderem für Kult. Ist manchmal gut aufgelegt. Manchmal schlecht. Meistens so mittel. Sammelt Bücher, CDs, Filme, Artefakte. In einem psychisch leicht auffälligen Ausmass. Verfügt, bezüglich der Dinge, die er sammelt, über ein lexikalisches Wissen. Platz ist einerseits ein Wanderer auf dem Pfad zur linken Hand. Andererseits Neofreudianer mit Waffenschein. Liebt Blues und Voodoo, Rock'n'Roll und die schwarze Göttin Kali. Trinkt gerne Single Malt Whisky aus Schottland. Raucht Kette. Ist bereits über 50 Jahre alt. Macht einstweilen weiter. Trotzdem wünscht er nichts sehnlicher herbei als die Apokalypse.

WARNHINWEIS:
Dieser Mann tritt manchmal als katholischer Geistlicher auf, stilecht, mit einem besonders steifen weissen Kragen am Collarhemd. Dies tut er in gänzlich irreführender Art und Weise und ohne jegliche kirchliche Legitimation. Schenken Sie ihm - um Gottes Willen - keinen Glauben. Lassen Sie sich nicht von ihm trauen, ölen oder beerdigen. Lassen Sie sich von ihm keinesfalls Ihre Beichte abnehmen. Geben Sie ihm lieber Ihr Geld.

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