in

Star Trek: Into Darkness

Lange liess uns J.J. Abrams im Dunkeln, wer denn nun der neue Bösewicht im kommenden zwölften Teil der Star Trek-Saga werden soll. Die Fans wussten es jedoch schon immer. Es kann nur einen geben. Nein, nicht der Highlander. Khaaaaaaaaaaaaaaaan!

Inhalt:
James T. Kirk (Chris Pine), inzwischen zum Captain der Enterprise befördert, hat noch immer seine Probleme mit dem Anerkennen von Obrigkeiten. Um Spock (Zachary Quinto) vor dem sicheren Tod zu retten, verstösst Kirk gegen die Erste Direktive, der heilige Gral der Föderationsgesetze. Admiral Pike (Bruce Greenwood) bleibt nichts anderes übrig als Kirk zu degradieren. Doch der Anschlag eines Terroristen (Benedict Cumberbatch) auf ein Archiv der Sternenflotte aktiviert die Enterprise und Pike kann es sich nicht erlauben auf seinen besten Mann zu verzichten…

Vier Jahre mussten wir warten auf die neueste Reise des Raumschiffs Enterprise. Jahre, in denen den meisten Trekkies inzwischen klar wurde, was Abrams mit seiner Version ihres geliebten Star Trek anstellt. Vorbei sind die Tage dieser kleinen sympathischen Filme wie Star Trek II, welche zwar schon damals mit einem Multimillionen-Budget ausgestattet waren, aber noch den Charme eines erweiterten Bühnenstückes ausstrahlten. Abrams‘ Star Trek ist purer Blockbuster-Entertainment-Genuss.

War mir der Vorgänger fast schon ein wenig zu witzig und komisch, wirkt „Star Trek: Into Darkness“ extrem düster. Eine bedrohliche Stimmung hängt über dem ganzen Film. Zu Beginn überkam mich der Gedanke, Abrams klaute ein wenig Stimmung bei den Tom Clancy Romanen und schnell fühlte ich mich zu „24“ hineinversetzt. Jack Bauer hätte den Bad Guy wohl jedoch zu Tode gefoltert, anstatt ihn in einer ultrasauberen Arrestzelle zu beherbergen – aber nun gut, Kirk ist nicht Bauer.

Und trotz Mord, Todschlag und Explosionen, immer wieder bringt ein Mitglied der Crew den genau richtigen Spruch zur richtigen Zeit. Auflockerung, nur um anschliessend das Tempo wieder anzuziehen. Abrams spielt mit dem Pulsschlag der Zuschauer wie ein Puppenspieler mit seinen Marionetten. Aber diesen Job erledigt der zukünftige Star Wars-Regisseur ebenso gut wie das Einbauen der Anspielungen auf das bereits bekannte Star Trek-Universum. Tribbles, Mudd, Dr. Carol Marcus, etc. Abrams und seine Autoren haben sich wohl wirklich jede Folge der alten Classic-Serie angesehen und genau die Schmuckstücke rausgezogen, auf welche die erfahrenen Trekker sofort abfahren werden. Well done.

Die Darstellerriege rund um Chris Pine und Zachary Quinto wirkt bereits wie ein eingespieltes Team. Und endlich gab es mehrere Szenen, welche das Triumvirat Kirk, Spock und McCoy im Zentrum hatten. Shatner, Nimoy und der verstorbene Kelley können wirklich stolz sein auf ihre Nachfolger, welche den Spirit der Originale weiterleben lassen. Simon Pegg’s Scotty ist vielleicht der geheime Star des Films. Die Szenen mit ihm waren eine wahre Freude – und vielleicht eben doch einen Tick zu lustig für die Alt-Trekker, welche sich eher an die versoffen-nette Ausstrahlung von James Doohan gewöhnt haben. Auch Anton Yelchins Interpretation des Pavel Chekov dient doch eher komödiantischen Zwecken. Sein panischer Blick bei der Realisierung zukünftig ein Red Shirt zu tragen, war aber einfach grosses Kino. John Cho als Sulu ist top. Und Nyota Uhura hat endlich mehr zu tun als nur einen Knopf im Ohr zu tragen.

Auch die Nebendarsteller wurden richtig gut ausgewählt. Als erstes freute mich das Wiedersehen mit Bruce Greenwood in der Rolle des Christopher Pike. Peter Weller, wir kennen ihn noch aus Robocop, darf als undurchsichtiger Admiral Marcus mal wieder zeigen, wie Böse er wirken kann. Aber der wohl dickste Fisch der Runde ist Benedict Cumberbatch in der Rolle des John Harrison. Wurde beim letzten Trek-Streifen noch der ziemlich lahme Gegner Nero belächelt, empfehle ich den Kinobesuchern, bei den Auftritten des John Harrison ein wenig die Augen zuzukneifen. Zum einen spielt Cumberbatch richtig fies, und zum anderen ist Cumberbatchs Figur wohl auch der brutalste Gegner des gesamten Trek-Universums. Hoffe richtiggehend auf eine FSK 18-Fassung. Und zudem hat auch noch ein alter Bekannter einen kurzen Auftritt.

Fazit: Der Film ist grosse Klasse. Jedoch verpasste Abrams die Chance das Finale zum Gesprächsthema für die nächsten paar Jahre zu machen. Hierzu keine weiteren Worte. Wer den Film gesehen hat, weiss vielleicht, was ich meine. Trotzdem, super Unterhaltung.

Gefällt dir dieser Beitrag?

One Comment

Leave a Reply

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Autor: Dominik Hug

Mitdreissiger. Basler. Auch im Erfolg stets unzufriedener FCB-Fan. Filmkritiker. Leidenschaftlicher Blogger. Strassensportler. Apple User. Hat eine Schwäche für gute Düfte. Liest eBooks. Hört gerne Rockmusik. Fährt einen Kleinstwagen. Geht gerne im Ausland shoppen. Herzkalifornier. Hund vor Katze. Hat immer eine Sonnebrille dabei. Gelegentlicher XBox-Zocker. Hat 2016 überlebt.

Facebook Profil

es muss ja wohl an diesem seltsamen wetter liegen

reklame, die wir gerne öfter sähen, heute: omax