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Unstoppable

Wesley Snipes erster Abstieg in den B-Bereich…

Inhalt:
Dean Cage (Wesley Snipes), Ex-Soldat für Sondereinsätze, wird mit einem CIA-Agenten verwechselt. Als Cage an dessen Stelle entführt wird, bekommt er eine bewusstseinskontrollierende Droge eingeflösst, die ihn hilflos der Manipulation durch fremde Gedanken ausliefert. Dean flieht und macht sich auf die verzweifelte Suche nach einem Gegenmittel. Zuerst muss er jedoch seine Feinde, seine inneren Dämonen und die Illusionen seines durch Drogen beeinflussten Zustands besiegen – sonst wird er den Tag nicht überleben…

Dieser Film lag gut und gerne vier Jahre in meinem DVD-Regal. Ich versuchte zwar schon in der Vergangenheit mir diesen Streifen anzutun, brach jedoch stets kurz nach dem Vorspann ab. Kürzlich während einer motivierten Stunde versuchte ich es nochmal.

Denn im Vergleich zu den folgenden Snipes-Streifen wie „The Marksman“ oder „7 Seconds“ konnte Snipes hier noch auf einen ordentlichen und relativ bekannten Cast bauen. Auch Regisseur David Carson kann gute Arbeiten abliefern und hat mit Star Trek: Generations sogar einen grossen Hit auf seiner Visitenkarte stehen. So schlecht kann dieser Film also gar nicht sein…

Und so schlecht fängt der Spass ja nicht mal an. Snipes spielt seine Figur, ein ehemaliger Soldat, der an einem Bosnien-Trauma leidet, vorallem in den ersten paar Minuten des Filmes sehr interessant und symphatisch. Auch die Szene in der Selbsthilfegruppe hat was B-Movie-untypisches an sich. Jedoch nach gut und gerne fünfzehn Minuten befinden wir Zuschauer uns in einem typischen Snipes-Streifen der Neuzeit. Die Story wird plump, die Action rar und Snipes Spielfreude scheint wie verflogen zu sein. Routiniert zieht er zwar sein Ding durch. Aber interessant oder motiviert sieht anders aus.

Der Rest des Casts wirkt motivierter. Kim Coates gibt als „Bad Guy-Assistant“ zwar ein wenig zuviel Gas, aber bei dieser lahmen Story ist er wenigstens ein kleines Highlight. Stuart Wilson als Bad Guy war auch nicht die dümmste Idee. Nur leider wirken Mark A. Sheppard und Lost-Star Adewale Akinnuoye-Agbaje total verschenkt. Trotzdem, die bekannten Gesichter sind ein grosses Plus.

Auch Regisseur Carson kann ich keinen grossen Vorwurf machen. Routiniert verfilmte er dieses sehr blasse Drehbuch. Highlights gibt es praktisch keine. Höchstens die Szene mit dem Laster könnte irgendwie als Höhepunkt durchgehen. Fightszenen sind ebenso rar. Schade, wirklich schade.

Fazit: „Unstoppable“ war der Anfang vom Abstieg des grossen Wesley Snipes in die Täler des B-Movies. Wenigstens hat Snipes kein „Attack Force“ oder „Black Dawn“ in seiner Filmographie. „Unstoppable“ ist ein ordentlich umgesetzter Film, der leider unter einem sehr schwachen Drehbuch zu leiden hat. Nicht weiterzuempfehlen.

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Dominik Hug

Autor: Dominik Hug

Mitdreissiger. Basler. Auch im Erfolg stets unzufriedener FCB-Fan. Filmkritiker. Leidenschaftlicher Blogger. Strassensportler. Apple User. Hat eine Schwäche für gute Düfte. Liest eBooks. Hört gerne Rockmusik. Fährt einen Kleinstwagen. Geht gerne im Ausland shoppen. Herzkalifornier. Hund vor Katze. Hat immer eine Sonnebrille dabei. Gelegentlicher XBox-Zocker. Hat 2016 überlebt.

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