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Sinners and Saints

Die Suche nach einer Filmperle kann sich als schwierig entpuppen. Viel Trash wurde auf diesem Weltenrund bereits gedreht. Dementsprechend viel Müll mussten meine Augen schon ertragen. “Sinners and Saints” erinnert mich daran, warum ich überhaupt angefangen habe Texte wie diese zu schreiben.

Inhalt:
New Orleans Police Detective Sean Riley (Johnny Strong) ist gebrochen. Sein Sohn verstarb an Leukämie, daraufhin verliess ihn zudem noch seine Frau. Da Riley bei seinen Einsätzen gerne ein wenig über die Stränge schlägt, wird ihm ein unerfahrener Partner zur Seite gestellt, Detective Will Ganz (Kevin Phillips). Zusammen versuchen die beiden eine Mordserie aufzuklären und geraten dabei ins Kreuzfeuer einer äusserst brutalen Bande.

“Sinners and Saints” ist grossartiges und geerdetes Actionkino und irgendwie überhaupt nicht dem Trend entsprechend, dass kleinere Actionfilme einfach nur schwache Stories oder abgewrackte Darsteller aufweisen können.

Regisseur William Kaufman, ehemaliger US Navy Recon Scout, ist ein Experte für Filme mit kleinen Budgets. Sein Erstlingswerk “The Prodigy” kostete anno 2005 etwas mehr als 100’000 Dollar. Das Budget für “Sinners and Saints” wird auch nicht wahnsinnig hoch gewesen sein.

Johnny Strong. Der Name ist irgendwie voll Porno. Who’s that guy? Strong hatte zwischen 1996 und 2001 diverse Nebenrollen in grösseren Hollywood-Produktionen wie “The Glimmer Man”, “The Fast and the Furious” oder “Black Hawk Down”. Nach 2001 war Schluss mit Schauspiel und Strong widmete sich seiner Musikkarriere. Neun Jahre später kam Strong mit der Hauptrolle im vorliegenden “Sinners and Saints” ins Filmbusiness zurück. Strong ist der perfekte Hauptdarsteller für einen knallharten B-Kracher. Sein Look, sein Gesichtsausdruck und auch seine Martial Arts-Erfahrung, Strong bringt alles mit um auch zukünftig in hochwertigeren Actionproduktionen fungieren zu können.

William Kaufmann war jedoch klug genug um auch in den Nebenrollen gestandenes Filmpersonal von der Leine zu lassen. Bad Boy-Fresse Kim Coates, Tom Berenger, Star Trek-Star Jolene Blalock, Jürgen Prochnow, Method Man, Ex-MMA-Star Bas Rutten, Costas und Louis Mandylor und der kultige Sean Patrick Flannery, dessen Figur ganz passend in einer Bar namens “The Boondock Saint” eingeführt wird. Eine richtig geile Ansammlung von Darstellern von welchen jeder Vollgas gibt.

Bei kleineren Produktionen sind oft Drehbuch und Dialoge grosse Schwachpunkte. Nicht in diesem Fall. Die Dialoge wirken stimmig und das Drehbuch existierte wohl wirklich. Die Story geht ähnliche Wege wie “Lethal Weapon”, lässt zwei gegensätzliche Charaktere zu einem Team verschmelzen, verzichtet aber auf jeglichen Humor und eine Freundschaft ähnlich Riggs-Murthaugh wird angedeutet.

Gedreht in New Orleans verschweigt der Film keineswegs die Auswirkungen, die Hurrikan Katrina auf die Stadt hatte. Die Verwüstungen geben dem Film und der dreckigen Story den richtigen Touch und den perfekten Hintergrund für die Action, welche sehr brutal visualisiert wurde.

Fazit: “Sinners and Saints” ist eine kleine dreckige Perle, welche ich jedem Freund härterer Kost gerne ans Herz lege.

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Autor: Dominik Hug

Mitdreissiger. Basler. Auch im Erfolg stets unzufriedener FCB-Fan. Filmkritiker. Leidenschaftlicher Blogger. Strassensportler. Apple User. Hat eine Schwäche für gute Düfte. Liest eBooks. Hört gerne Rockmusik. Fährt einen Kleinstwagen. Geht gerne im Ausland shoppen. Herzkalifornier. Hund vor Katze. Hat immer eine Sonnebrille dabei. Gelegentlicher XBox-Zocker. Hat 2016 überlebt.

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ich lasse niemanden barfuss in meiner wohnung rumlaufen! nicht einmal nackte damen!!

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