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Irgend en Scheiss

Cédric: „Ey, Alte! Was gaat!“

Fabian: „Nüüt gaat, Alte. Ferie, voll langwiilig. (klatschen sich ab)

Cédric: „Ferie? Isch doch geil, Mann! Wänns der langwiilig isch, chaschder ja en Feriejob sueche.“

Fabian: „Hey Alte, SCHLIIFTS!?!? Meinsch, ich gang go SCHAFFE!??! Das isch voll aasträngend, und am Mittag bisch huere müed und häsch dräckigi Fingernegel! (schäumt leicht in den Mundwinkeln)

Cédric: „Mann, chills, Alte! Ich han doch nur es Gschpässli gmacht. Haha! Ou er Mann, glaubts voll. Geile Scheiss. Haha. (klopft sich auf die Schenkel, nippt an der Bierdose)

Fabian: „Im erschte Momänt hani wücki gmeint, Alte. Etz trüllter voll dure oder sonen Scheiss. Wänn ich das de Gnosse verzelle… (wischt sich mit dem Handrücken die Mundwinkel)

Cédric: „Haha, du bisch voll zviel, Alte. Wänn eine öppertem raatet, er söll go schaffe, dänn zletscht ich, Mann.

Fabian: Vorher würi am Stadelhofe go Riichi usnäh. Letschti hani en Schnägg übercho vo sonere Alte, Mann. Debii bini nur uf de Operehuusstäge ghocket und hanmer d Schue bunde.

Cédric: „Zu Geil! Das sötti glaubs mal vorem Bundeshuus mache. Das isch voll mit Alte, wod Seck voll händ mit Schnägge.“

Fabian: „Aber etz säg mal, Cédric. Was händ ihr amigs gmacht früener im Summer? Kein Juso will irgendwo demonstriere, Hüüser bsetze oder Autos aazünde. S hängeds alli mit ihrne Eltere ade Costa Brava, z Nizza oder frässed z Rimini Pizza. Niemer redt über mich, bin scho fängs voll depro, Alte.

Cédric: „Mir händ eifach irgend en Scheiss gmacht. Kei Ahnig meh, Mann. Scho huere lang här. Aber wart, (nimmt einen schluck Bier), mir chunt scho was in Sinn. (denkt nach)

Fabian: „Hmmm… s isch glii erschte Auguscht. Irgendöppis mit…

Cédric: „DAS ISCHES, ALTE! Mir schaffed de erscht Auguscht ab! Die Faschos wänd de erscht Mai abschaffe, dänn nämed mir ihne de erscht Auguscht weg!

Fabian: „Wie weg…? Dänn fangt de Mai am zweite Tag aa – und de Auguscht au?“

Cédric: „Häsch e Meise?! Eifach nöd fiire, de ganzi nationalistischi Schiissdräck. Sind doch alles Nazis mit ihrne Schwiizerchrüüz uf de Lampiön und de Fahne i ihrne chliiggarierte Scheissschrebergärtli! (schäumt in den Mundwinkeln)

Fabian: „Geile Scheiss! Alles abschaffe, alles verbüüte! AU GRAD DIE HUERE SCHWIIZERFAHNE! (nimmt einen grossen Schluck von Cédric’s Bier, beide wischen sich die Mundwinkel)

Cédric: „Alte… mir sind ebe scho die geilschte Sieche. Wart, ich hole d Schriibmaschine, dänn machemer grad e Prässemitteilig.

(einen Tag später, selber Ort)

Fabian: „Cédric! Häsch s 20 Minute gseh vo hüt? D Titelsiite! Unds Joiz hät mer grad aaglüütet wägeme Interview!

Cédric: „Sägi doch: Irgend en Scheiss…“ (nippt an der Bierdose)


Referenzen: 
• Juso will den 1. August abschaffen
Juso-Chef will keine Schweizer Fahnen am 1. August

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Pete Stiefel

Autor: Pete Stiefel

Pete konnte pfeifen, bevor er der gesprochenen Sprache mächtig war – und an seinem ersten Schultag bereits schreiben. Trotzdem ist er da noch einige Jahre hingegangen. Danach schrieb und fotografierte er fürs Forecast Magazin, für Zürichs erstes Partyfoto-Portal stiefel.li, fürs 20 Minuten, MUSIQ, Q-Times, Party News, WORD Magazine, war Chefredaktor vom Heftli, lancierte das Usgang.ch Onlinemagazin – und er textete für Kilchspergers und von Rohrs Late Night Show Black’N’Blond und Giaccobo/Müller. Er trägt (vermutlich) keine Schuld daran, dass es die meisten dieser Formate mittlerweile nicht mehr gibt.

Irgendwann dazwischen gründete er in einer freien Minute seine eigene Kommunikationsagentur reihe13, die seit nunmehr 13 Jahren besteht. Er ist mittlerweile in seiner zweiten Lebenshälfte, Mitinhaber vom Interior Design Laden Harrison Spirit, schreibt für seinen Blog Living Room Hero und Pointen für Giacobbo / Müller und jetzt auf dem Planeten Kult gelandet. Ein kleiner Schritt für die Menschheit, ein grosser Schritt für Pete.

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