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Erleben Sie jetzt die neue SBB-Reklame mit dem emotionalen roten Donnerbalken.

Das Manätschmänt der Eidg. Eisenbahnen hat gestört, dass die millionenschwere Werbung der SBB dermassen auffällt und sofort mit ihr assoziiert wird. «Bei den Millionendefiziten ein absolutes No Go», so der Cheflokführer Meyer.

Die interne Abteilung für Corporate Re-Design, welche auch das Logo der Swisscom erfolgreich bis zur Unkenntlichkeit re-veredelte,  wurde deshalb beauftragt, grafische Richtlinien erarbeiten zu lassen, die verhindern, dass man Reklame der SBB sofort als solche erkennt. «Dieser Streifen in Blau, mit dem auch jeder Bahnhof signalisiert ist, ist schweizweit bis ins hinterletzte Kaff bekannt, also völlig unbrauchbar.»  (s. Abb. 2)

Nach 15 Briefings an 67 Design-Agenturen und Grafiker, 233 Präsentationen, 9 Kreativ-Retraiten und dreieinhalb Jahren Entwicklungszeit war er geboren: der dynamisch-rote Tarn-Trapezbalken (TTB) der SBB. (s. Abb. 1)

«Dieses neue Design-Element camoufliert unsere Werbung sehr effizient, vor allem dann, wenn es möglichst gross auf die Plakatmotive gepappt wird», so Meyer stolz. Auch die neue Hausschrift trage zum gewollten Tarneffekt bei. Die könne sogar der nicht lesen,  der lesen könne.

Kommunikations-Profis sind allerdings entsetzt. Agenturleiter François Rodin wird deutlich: «Im Ansatz strategisch richtig gedacht und grafisch à point, unsere Agentur hätte das Rot des Trapezes vielleicht einen frühlingshaften Hauch frischer gemacht.»

Starwerber H. Schrittmacher drückt es eleganter aus: «Die haben doch nicht mehr alle Balken am donnern!»

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Autor: Reinhold Weber

Reklamiker und Texter aus und in Züri, nachdem er gefühlte 20-mal umgezogen ist, u.a. nach Berlin, Düsseldorf, Frankfurt und Wien.

Reduzierte den Smart to the max, machte Media-Markt weniger blöd und blieb beim Tages-Anzeiger dran. Ist Namensgeber und Mitgründer von Blue Balls Music, die das „Blue Balls Festival“ in Luzern veranstaltet.

Verbringt seine Tage völlig unkorrekt und ausgegrenzt als partei- und konfessionsloser, heterosexueller Raucher/Fleischfresser/Nichtjogger/Oekosparlampenhasser. Spielt auf seiner alten Fender Stratocaster zu allem Übel auch noch am liebsten Negermusik.

Mag Texaner wie Billy Gibbons und Kinky Friedman. Ob die allerdings ihn mögen, ist glücklicherweise unbekannt.

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