in

Korrekter leben, heute: Kupfer, Wolle, Bast in den Regierungsrat!

In den asozialen Medien sind wir auf einen dramatischen Wahlaufruf von naturschutz.ch gestossen (s. Abb.). Der Zürcher StimmbürgerInx möge doch am 12. April umweltbewusste Regierungsräte wählen.

Dies wären von links nach rechts: Beat Husi (Staatsschreiber), Martin Graf (Grüne), Markus Kägi (SVP), Ernst Stocker (SVP), Regine Aeppli (SP), Ursula Gut-Winterberger (FDP), Thomas Heiniger (FDP), Mario Fehr (SP). Alles ausgewiesene Umweltexperten und praktizierende Glutenfrei-Müsli-Esser also. Finden wir gut.

Zu erwähnen ist dabei, dass gleich beide Magistratinnen zur Wahl gar nicht mehr antreten, der von Regine Aeppli für ihren Regierungskollegen Ernst Stocker aus Bio-Hanf selbst gestrickte Pullover uns besonders gut gefällt, und dass das, was Mario Fehr in der linken Hand hält, nicht die Gewürzgurke von Geri Müller ist, sondern ein Pariserbrot aus der Bäckerei Walter Buchmann AG im Zürcher Seefeld.

Ein paar Fragezeichen müssen wir aus aktuellem Anlass allerdings setzen: Ist das nun eine Verarschung eines böswilligen Satirikers? Oder ein Fake des Fakes eines Fakes, also eine ernst gemeinte Aktion von Umweltorganisationen, gestaltet von einem sehbhinderten Grafiker?

Nun, dieses sowohl ethisch-moralisch als auch vom medialen Standpunkt her relevante gesellschaftliche Problem wird sicherlich demnächst in einer TV-Talkshow eingehend analysiert, diskutiert und schlüssig gelöst werden.

Gefällt dir dieser Beitrag?

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Autor: Reinhold Weber

Reklamiker und Texter aus und in Züri, nachdem er gefühlte 20-mal umgezogen ist, u.a. nach Berlin, Düsseldorf, Frankfurt und Wien.

Reduzierte den Smart to the max, machte Media-Markt weniger blöd und blieb beim Tages-Anzeiger dran. Ist Namensgeber und Mitgründer von Blue Balls Music, die das „Blue Balls Festival“ in Luzern veranstaltet.

Verbringt seine Tage völlig unkorrekt und ausgegrenzt als partei- und konfessionsloser, heterosexueller Raucher/Fleischfresser/Nichtjogger/Oekosparlampenhasser. Spielt auf seiner alten Fender Stratocaster zu allem Übel auch noch am liebsten Negermusik.

Mag Texaner wie Billy Gibbons und Kinky Friedman. Ob die allerdings ihn mögen, ist glücklicherweise unbekannt.

Facebook Profil

Wie man 20x nicht „FICKEN“ sagen muss, weil man nicht kann, auch wenn man es möchte

Nicht fit im Schritt im Hallenbad