DJing-seitig ist an diesem Wochenende nicht viel los. Naja… schon, aber nicht viel wirklich viel Aufregendes oder tatsächlich Neues. Dafür wird die Stadt am Weekend zur Bühne für reichlich feine Musiker und Bands. Und da KULT bekanntermassen das flexibelste aller Medien ist, machen wir es diese Woche für einmal etwas anders.
1 Jahr GDS.fm am Freitag im Stall 6
Man wirft der Schweizer Radiolandschaft ja gerne vor, dass sie ultrakommerzialisiert sei, dass sie nur die Charts rauf- und runterdudeln würde, ohne Rücksicht auf den kulturellen Nerv ihrer Hörer. Klar kann man dann anmerken, dass beim Gros der Bevölkerung dieser kulturelle Nerv ziemlich kümmerlich aussieht und dass die Sender diesem Umstand einfach nur Rechnung tragen. Dennoch gibt es Nischen für Sender, die ein musikalisches Programm bieten, das sich abseits zu Tode gefahrener Charts-Autobahnen bewegt, allen voran GDS.fm. Der Sender feiert am Freitag im Stall 6 seinen ersten Geburtstag mit einem Konzert von Labrador City und Cristallin und mit Sets von Lexx und Siegwart. Alles zum Anlass gibt’s hier: http://www.gds.fm/programm/1-jahr-gdsfm-im-stall-6
https://soundcloud.com/gds-fm
Social Distortion am Samstag im Komplex 457
Mike Ness (Bild) ist ein Überlebender, ein ehemaliger Gangster und Junkie, der schon Punk war, als die meisten der heute aktiven Punks noch nicht mal gelebt haben. Dieser Mann weiss wie die Welt vom Strassengraben aus aussieht. Und so klingt auch seine Musik. Auch heute noch, 37 Jahre nach Gründung von Social Distortion.
Northern Lite am Freitag im Hive
Northern Lite ist einer der passendsten Bandnamen im deutschsprachigen Raum: Der Sound von Andreas Kubat und seinen Mitspielern weckt die Lust auf ein kühles Jever und klingt auch wie die elektronische Seite der Reeperbahn. Zumindest so, wie man sich diese vorstellt.
Scott Matthew am Samstag im Bogen F
Scott Matthew spielt so circa einmal jährlich im Bogen F. Das ist gut so: Das matthewsche Klanggut ist von einer Intensität, die immer mehr Anhänger findet. Mittlerweile ist bereits sein fünftes Studioalbum „This Here Defeat“ erschienen.
Purity Ring am Freitag im Mascotte
Einmal als „the next big thing“ verunglimpft, bringen die meisten hoffnungsvollen Nachwuchsbands keinen Fuss mehr auf den Boden. Glücklicherweise war und ist dies bei Purity Ring nicht der Fall: Dank Releases wie Shrines ist ihr melancholisch-glückseliger Indiepop mit Tiefgang auch heute noch in allen interessierten Ohren.

