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Mad Max: Fury Road

Die Mad Max-Trilogie gehört zu den Filmserien, die man(n) im Leben irgendwann einfach gesehen haben muss. Ich war damals etwa 18 Jahre alt und fand die Streifen ganz okay, aber richtig geflasht war ich danach irgendwie nicht. Und doch horchte ich auf, als das Gerücht eines vierten Films aufkam, der ebenfalls von Regisseur George Miller gedreht werden sollte, dem Regisseur der alten Trilogie. Der Trailer war bereits eine üble Wucht.

Inhalt:
Hitze, Dreck, Öl, Feuer – und nur wenig Wasser. Max Rockatansky (Tom Hardy) lebt im australischen postapokalyptischen Ödland und hilft einer Gruppe von Überlebenden, angeführt von Imperator Furiosa (Charlize Theron), aus den Fängen von Immortan Joe (Hugh Keays-Byrne) und seinen Schergen zu entkommen und den sicheren Hafen «Green Place» zu finden.

Motze ich oft genug über das heutige Kino ab, müsste ich jetzt eigentlich Superlativen der Superlativen erfinden um Mad Max: Fury Road richtig beschreiben zu können. Was für ein geiler Scheiss.

Ruhige Intro in die Szenerie? Gibts nicht. Oder höchstens dreissig Sekunden. Dann ist die Kacke für Max bereits am Dampfen. Und nach einem vielleicht zehnminütigen Gefangenenintermezzo in der Hochburg des Gegners befindet sich Max bereits on the Road. Zwar noch nicht in Kontrolle des Geschehens, aber der Film rollt an. Und stoppt erst beim Abspann. Fast wie gutes altes Kino der Siebziger oder Achtziger fühlt sich Mad Max: Fury Road an. Die Story reduziert auf Flucht, die Dialoge minimal, jedoch die Choroegraphie der Action, das Setdesign, die Stunts (du kannst nicht sehen was CGI und was echt ist) und natürlich die grossartige Wasteland-Atmosphäre (obwohl gedreht in Namibia und nicht in Australien) hetzen den Zuschauer förmlich durch den Film.

George Miller verstand es hervorragend die gut angestaubte Mad Max-Reihe in die heutige Zeit zu transportieren. Dies sieht man alleine schon bei den grossartigen Bildern. Farbgewaltiger hat man wohl noch keine postapokalyptische Welt bewundern können. Zudem, das Artwork, die Kostüme, die Masken, die Wagen, ich habe in letzter Zeit praktisch kein Film mit so einem hohen Production Value gesehen.

Remake? Reboot? Prequel? Sequel? Whatever. Anspielungen auf die vorherige Trilogie gibts durch verschiedene Punkte, durch diverse Flashbacks, Gegenstände und namentliche Erwähnungen.

Gerne würde ich nun sagen, dass Tom Hardy ein richtig guter neuer Mad Max darstellt und Mel Gibson würdig vertritt. Tut er wohl auch. Doch Max ist obwohl aufgeführter Hauptdarsteller nicht das Zentrum des Films. Der Kern, das ist die Geschichte und Max kommt nur darin vor. Charlize Therons Figur wirkt beinahe gewichtiger und Max hat eher eine unterstützenden Rolle intus. Dies ist jedoch keine negative Wertung. So ist die Story nun mal gestrickt. Die Figuren wirken alle sehr eigen und stellenweise war ich überrascht ob den Wendungen, welche die eine oder andere Figur im Verlaufe der Laufzeit dann genommen hat.

Fazit: Mad Max: Fury Road soll der Start einer neuen Trilogie darstellen und es wird verdammt schwer für George Miller dieses Teil noch zu toppen. Dieser Film beweist, dass die grosse Kinoleinwand eben doch noch ihre Lebensberechtigung hat. Einer der geilsten Filme dieses Jahrzehnts. Check it out – aber auf Grossleinwand und mit ganz viel Lärm.

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Autor: Dominik Hug

Mitdreissiger. Basler. Auch im Erfolg stets unzufriedener FCB-Fan. Filmkritiker. Leidenschaftlicher Blogger. Strassensportler. Apple User. Hat eine Schwäche für gute Düfte. Liest eBooks. Hört gerne Rockmusik. Fährt einen Kleinstwagen. Geht gerne im Ausland shoppen. Herzkalifornier. Hund vor Katze. Hat immer eine Sonnebrille dabei. Gelegentlicher XBox-Zocker. Hat 2016 überlebt.

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