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Wie bekloppt sind Studien?

Studien erfreuen sich einer ungebrochenen Beliebtheit (s. Abb.).

Denn mit Forschungsergebnissen und Umfragen lässt sich bekanntlich alles beweisen, widerlegen, untermauern oder in Frage stellen.

Belegt eine Studie heute, dass wir 100 Jahre alt werden, wenn wir 3x tägl. Tofu essen, kommt zwei Wochen später eine weitere Studie zum Schluss, dass sich das Abfallprodukt Tofu bzw. Sojaöl am besten für die Herstellung von Treibstoff für Motorräder eignet. Beides wird dann von den Qualitätsmedien sachlich aufgebauscht.

Eine Studie der Universität Darmstadt kommt in diesem Zusammenhang zum nicht uninteressanten Resultat, dass Studien für folgende sozialen Gruppen von besonderer Relevanz sind:

1. Politiker mit gestreiften Krawatten.

2. Meinungsforscher mit Fliegen.

3. Politologen mit linksgedrehter Hirnflüssigkeit.

4. Bisexuelle Staatsbeamtinnen, die Wellensittiche mögen.

5. Lobbyisten (karnivor und Glatzenansatz).

6. Journalisten und Blogger mit kleinen Penissen.

Deshalb hat KULT eine breit angelegte Studie zur Erforschung ihrer Leserschaft in Auftrag gegeben.

Diese Studie, durchgeführt im Mai/Juni, kommt zum Schluss, dass KULT-Blog und KULT-Zeitung täglich von 304.627 urbanen Frauen im Alter von unter 25 Jahren mit einem IQ von 120 und mehr sowie mit einem Einkommen von über 120.000.- pro Jahr gelesen wird.

Also seien Sie nicht bekloppt. Und buchen Sie das wissenschaftlich erforschte, klinisch getestete Qualitätsmedium KULT für Ihre Werbung für Krokohandtaschen, Zwillingskinderwagen, SUVs und, äh  … Bücher.

 

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Autor: Reinhold Weber

Reklamiker und Texter aus und in Züri, nachdem er gefühlte 20-mal umgezogen ist, u.a. nach Berlin, Düsseldorf, Frankfurt und Wien.

Reduzierte den Smart to the max, machte Media-Markt weniger blöd und blieb beim Tages-Anzeiger dran. Ist Namensgeber und Mitgründer von Blue Balls Music, die das „Blue Balls Festival“ in Luzern veranstaltet.

Verbringt seine Tage völlig unkorrekt und ausgegrenzt als partei- und konfessionsloser, heterosexueller Raucher/Fleischfresser/Nichtjogger/Oekosparlampenhasser. Spielt auf seiner alten Fender Stratocaster zu allem Übel auch noch am liebsten Negermusik.

Mag Texaner wie Billy Gibbons und Kinky Friedman. Ob die allerdings ihn mögen, ist glücklicherweise unbekannt.

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