in

«Skin Traffik» oder was zum Geier ist eigentlich in Mickey Rourkes Gesicht los?

Ich bin wohl schon zu abgebrüht um mir stets aufs neue Hoffnungen auf DIE grosse B-Movie Perle zu machen. So blieb ich auch bei Skin Traffik sehr ruhig, trotz einem ziemlich guten Aufgebot an grossen Darstellernamen.

Inhalt:
Hitman Bradley (Gary Daniels) hat sich eigentlich aus dem Business zurückgezogen und lebt sein langweiliges Dasein in den Hinterhöfen Londons. Als sein Gewissen ihn dazu zwingt gegen einen Mädchenhändlerring vorzugehen, nimmt Bradley diese Herausforderung an und geht den Bad Boys an die Gurgel…

Habe ich bisher überhaupt mal einen guten Film mit Gary Daniels in der Hauptrolle gesehen? Ich kann mich zumindest nicht mal ansatzweise daran erinnern.

Was mich an Skin Traffik am meisten stört ist diese ultrabillige Optik. Keine Ahnung was für Kameras hierfür verwendet wurden, aber die Bilder wirken alle todlangweilig und amateurhaft. Da hast du die veroperierten und atmenden Überreste von Mickey Rourke vor dir sitzen, bringst es aber nicht fertig, das Geschehen als Film darstellen zu lassen. Stellenweise hatte ich das Gefühl einen Action-Fanfilm zu schauen. Und doch, und das ist der kuriose Part, genau die Actionszenen sehen verdammt gut aus. Kein Schnittgewusel, das Auge kann noch klar verfolgen, wer wem wann auf die Schnauze haut. Well done.

Ja, Gary Daniels Auftritt hat mich schwer überrascht. Von wegen alt und müde. Der 53jährige wirkt vital wie eh und je und tritt noch zu wie vor zwanzig Jahren. Daniels schiesst und prügelt sich mit viel Freude durch den ganzen Streifen. Es macht Spass ihm bei der Arbeit zuzuschauen. Der Rest des Casts ist gespickt mit praktisch nur bekannten Namen. Dominique Swain (Face/Off), Daryl Hannah (Kill Bill), Michael Madsen (Reservoir Dogs), Jeff Fahey (Planet Terror), Eric Roberts (The Expendables, The Dark Knight) und Mickey Rourke (The Wrestler). Ganz grosse Namen in einem kleinen und dreckigen Film. Aber Mickey Rourke erkennst du echt nicht wieder. Der muss seit seinem genialen Auftritt in The Wrestler noch ein paar weitere Gesichtsoperationen gehabt haben. Mit Mickey Rourke hat Mickey Rourke leider nicht mehr viel am Hut.

Fazit: Der Film fing schwach an, steigerte sich jedoch dank zunehmender Action und auch dank abwechslungsreichen Locations wie London und Amsterdam. Gary Daniels haut drauf wie in guten alten Zeiten. Ein knackiger Film für harte Actionfans, aber nichts für den Mainstreamer.

https://www.youtube.com/watch?v=sbEAMoLBjts

Gefällt dir dieser Beitrag?

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Autor: Dominik Hug

Mitdreissiger. Basler. Auch im Erfolg stets unzufriedener FCB-Fan. Filmkritiker. Leidenschaftlicher Blogger. Strassensportler. Apple User. Hat eine Schwäche für gute Düfte. Liest eBooks. Hört gerne Rockmusik. Fährt einen Kleinstwagen. Geht gerne im Ausland shoppen. Herzkalifornier. Hund vor Katze. Hat immer eine Sonnebrille dabei. Gelegentlicher XBox-Zocker. Hat 2016 überlebt.

Facebook Profil

Werbung vs. Reklame, heute: Swissair vs. Swiss

Le Roi toppt overall Beatportcharts