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The Reach, ein wahrlich wüster Überlebenskampf

Meine Wüstenerfahrungen beschränken sich bislang auf die Fahrten von Los Angeles nach Las Vegas und wieder zurück. Und der eine Abschnitt, bei welchem die Schilder am Strassenrand dir anraten für die nächsten 17 Meilen die Klimaanlage auszuschalten um eine Überhitzung des Motores zu verhindern, reichten mir auch völlig aus. Nein, so richtige Wüstenhitze ist gar nicht mein Ding.

Inhalt:
Ben (Jeremy Irvine) führt beruflich Kunden sicher durch die Mojave-Wüste. John Madec (Michael Douglas) ist jedoch ein spezieller Kunde. Arrogant und unsympathisch. Und als Madec versehentlich einen unschuldigen Menschen erschiesst, fangen bei ihm die niederen Instinke an zu wirken. Dieser Tod muss vertuscht werden. Ben muss sterben. So zwingt Madec Ben zu einem Todeskampf in der Mojave-Wüste. Kaffee und Eistee schlürfend will er Ben beim verdursten in der Wüste zuschauen. Doch Bens Überlebenswille ist gross.

Die Idee eines Überlebenskampfes in der Wüste fand ich schon beim Lesen des Filminhalts sehr interessant, konnte mir jedoch kein wirkliches Bild machen wie die Hetzjagd auf Ben in The Reach genau aussehen soll. Und zudem kannte ich weder die Werke von Regisseur Jean-Baptiste Léonetti noch Hauptdarsteller Jeremy Irvine. Blank Sheet also.

Und es war genau die Hetzjagd und dieser psychische Kampf zweier Männer, welcher mich komplett fasziniert hatte. Madecs fiese Jagd auf Ben ist kaum auszuhalten. Nur zu gerne würde der Zuschauer Ben eine Flasche Wasser, Sonnencreme und ein geladenes Scharfschützengewehr zuwerfen, damit er Madec endlich über den Haufen schiesst.

Michael Douglas letzter guter Film war… ja, welcher war das noch gleich? King of California vielleicht. Douglas hat in den letzten Jahren nicht richtig erinnerungswürdige Filme abgeliefert. Dabei wäre Douglas eigentlich einer der grössten Persönlichkeiten Hollywoods. Doch die Tage von Falling Down oder Basic Instinct sind leider viele Monde her. Doch in The Reach kann Douglas mal wieder alles abrufen. John Madec ist einer der fiesesten Hunde der letzten Jahre. Jeremy Irvine wird von ihm regelrecht an die Wand gespielt, kann jedoch dank physischem Einsatz beeindrucken. Barfuss und in Unterhosen durch die Mojave-Wüste zu latschen und sich durch den heissen Wüstensand zu wühlen, das ist schon eine beachtliche Leistung.

Neben den beiden Hauptdarstellern ist die Wüste der zweite grosse Faktor, welcher den Film sehenswert macht. Die Bilder der Landschaft wirken einfach nur beeindruckend und geben dem Film genau das Setting welches er benötigt.

Fazit: The Reach ist ein extrem spannender und gut gespielter Thriller (und Remake des TV-Film Savages aus dem Jahr 1974). Nur das Ende ist etwas enttäuschend.

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Dominik Hug

Autor: Dominik Hug

Mitdreissiger. Basler. Auch im Erfolg stets unzufriedener FCB-Fan. Filmkritiker. Leidenschaftlicher Blogger. Strassensportler. Apple User. Hat eine Schwäche für gute Düfte. Liest eBooks. Hört gerne Rockmusik. Fährt einen Kleinstwagen. Geht gerne im Ausland shoppen. Herzkalifornier. Hund vor Katze. Hat immer eine Sonnebrille dabei. Gelegentlicher XBox-Zocker. Hat 2016 überlebt.

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Die geilsten Sonnenbrillen überhaupt e basta.