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Götze – against all Asis

„Götze freut sich auf den ersten Sieg gegen Bayern!“ titelt die „Bild” – hat er einmal mehr nicht gesagt. Aber befriedigt auf Drogen gesetzte Sportjournalismuspraktikanten, denen gelehrt wird „Es geht nicht um die Fakten, sondern um die Story“. Deren Pickel tanzen Lambada und ihr Schwengel lässt sich für kurze Zeit sogar mit offener Pinzette kraulen. 

Mario Götze ist ein Hammerfussballer. Mit der ein oder anderen Pizza zuviel im Gesicht. Aber ein geiler Kicker. Das, was der auf den Platz zaubert, würde Nazikeule Atze auf der Dortmunder Südtribüne nicht mal hinkriegen, wenn er über japanische Serien-Roboter elektromagnetisch gesteuert würde. Vorher würde er sich den Döner auf die Schuhe kotzen, den ihm Grosskreutz in die verfaulte Fresse geworfen hatte.

„Judas!“, „Verpiss Dich Götze!“, etc. sind noch die höchsten der niederen Gefühle, welche die „Echte Liebe“ propagierenden Dortmunder Hobby-Hippies diesem Jüngling entgegen warfen. Weit über 40-Jährige – einem 22-Jährigen… Im Tunnel musste er sich aufwärmen, nur weil er sich für einen anderen Arbeitgeber entschieden hatte, der ihm 1. das Vierfache an Kohle bot und 2. den bestenbestenbestenbesten Trainer aller Zeiten auf dem Silbertablett servierte. Der ihn danach fallen liess wie ne heisse Kartoffel. Dieser arrogante, nervende katalanische Zappelphilipp, der – wie Ibra mal sagte – kein Mann ist. Sondern ein Feigling. Und für einen jungen Menschen wie Götze damals eine riesige Herausforderung. Er befand sich auf dem Scheideweg.

Dieses vielleicht grösste 10erTalent, das Deutschland je hatte, stagnierte bei einem ideenlosen und immer aggressiver werdenden Jürgen Klopp. Die Entwicklung ist heute bekannt. Zwischenzeitlich Platz 17. Er nahm den Hut. So dankbar ihm Götze für die Nominierung in die erste Mannschaft war, umso irritierter war er ob der diffusen Entwicklung, die dieses Team nahm. Und Götze war der erste, der sie spürte. Und in jungen Jahren nicht wusste, wie reagieren.

Ich frage jetzt Sie: Würden Sie in dieser Situation, wenn Sie die Möglichkeit hätten, zum damals grössten Trainer aller Zeiten zu wechseln, wenn er Sie persönlich anruft, absagen? Der Typ, der Messi, Iniesta, Xavi, etc. zur Messlatte des Weltfussballs machte? Und Sie genau diesen Fussball spielen und lieben würden? Und Sie verständlicherweise die Schnauze voll haben würden von einem durchgedrehten Pitbull-Kopffresser an der Seitenlinie?

Eben. Nur das durfte oder wollte Götze – aus Respekt vor seinem Förderer – nicht öffentlich sagen. Dafür wurde er von Südtribünen-Primaten kasteit, welche ihren Silberrücken Klopp weiter feierten. Der Typ, der Mkhytaryan, Götze, Reus, Sahin, etc. fertig gemacht und zur Verzweiflung gebracht hatte.

Jetzt gibt es immer noch hopfengesteuerte Einzeller, die Götze die Pest an den Hals wünschen und selber von Hartz 4 leben – also semi-erfolgreich bzw. -beispielhaft sind. Ganz ehrlich – es sei diesen Trostzonks mal gesagt: Lasst Götze in Ruhe! Ihr könnt froh sein, dass sich ein Gigant wie er nochmals für Euch entschieden hat – weil eben ein anderes Trainerteam da ist, das ihn weiter bringt – in seinem Herzensclub. Wenn ihr das nicht begreift, verkauft Eure Karte. Und investiert die Kohle in den Borsigplatz-Puff. Oder kauft Crack.

Vor allem geht’s hier um menschliche Verantwortung. Merkt ihr, wie’s dem geht? Wieviel Angst der vor Euch hat? Ihr seid 80’000 – er einer. Riesenleistung, wa? Wisst ihr eigentlich, wieviel Druck ihr auf diesen Jungen legt? Ungefähr tausend Pfändungsscheine. Auf einmal. Ach – in dieser Währung versteht ihr auf einmal, wa? Ihr tragt hier die Verantwortung für das Leben eines jungen talentierten Menschen, der Euch nur Gutes tun – und in keinster Weise mit euch verheiratet sein will.

Götze ist nicht hier, um Euer verkümmertes Asi-Leben in Ordnung zu bringen. Er ist da, um zufälligerweise viel besser Fussball zu spielen, als ihr es je geschafft hättet, weil ihr es nicht konntet, da es neben dem Saufen nicht zum Training reichte.

Dass er soviel verdient und sich so ein Gerät wie die Brömmel in den verknallt, hat nullkommanull mit Euch zu tun. Sondern damit, dass diese Menschen es zulassen, den Typen Götze kennenzulernen. Und ihm ne faire Chance geben. Think the fuck about it.

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Autor: Sascha Plecic

Wem sein Leben lieb ist, darf auf keinen Fall:

- Nicht wissen, wer Coco ist, und im Bodycount-Backstage vor Ice-T’s versammelter grimmiger South-Central-L.A.-Truppe mit ihr flirten
- Robb Flynn (Machine Head) sagen, dass Metallica die Village People der Bay Area sind - und bei ungläubigem Nachfragen seinerseits etwas beleidigt und viel lauter werdend darauf bestehen
- Iggy Pop sagen, dass er nur David Bowies Spielball war bzw. dieser ihn schamlos beklaut hat
- Im Grosi-Rägemänteli, mit einer orangen Schlumpfmütze und Spülhandschuhen bei der Bloodhound Gang zum Interview erscheinen -> Resultat: Er wurde u.a. von Evil Jared angepisst. Literally.

IRON PLECIC did it all - und hat’s überlebt.

25 Millionen Olympia-Teilnehmer gedopt. (Der Wochenrückblick 30/2016)

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