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Ein honorarfreier Entwurf für deine künftige Markenwerbung, NZZ. (Bittebitte, gern geschehen.)

Mir als druckgeschwärztem Zeitungs-Junkie, der seit seit über 30 Jahren auch Reklame für Zeitungen macht – jaja, auch für dich, NZZ -; mir als Reklamiker, der auch e bitzli weiss, wie man Marken pflegt, hat es schon die Augenlider und Arschbacken zusammengezogen am Samstag.

Erstmals kein gescheiter Kommentar zum Weltgeschehen auf der Front. Erstmals ein fettes Teaser-Inserat für ein Small-Penis-Automobil.

Es sei dir, NZZ, freilich unbenommen, deinen Weltruf, in 236 Jahren süferli erschrieben und gepflegt, innert Sekunden von 100 auf 0 zu dengeln. Man muss ja von etwas leben. Kasse statt Klasse. Wertewandel und so. Disruptiv-Dingsbums undsoweiter, gewinne eine NZZ-Kaffeemaschine etc., deine Verlagsmänätscher wissen schon. Und die an der Werdstrasse in Zürich oder Muthgasse in Wien treiben es schliesslich schon lange so.

Das hat meinen Berufskollegen Peter Brönnimann und mich auf die Idee gebracht, deinen angekratzten Markenlack etwas aufzupolieren.

Die Schlagzeile haben wir – weil kostengünstiger – eins zu eins vom Song „Money changes everything“ geklaut, welchen Tom Gray, Frontmann der Combo THE BRAINS (sic!) 1978 geschrieben hat, welcher wiederum von Cindy Lauper geklaut worden war, die ihn 1984 zum Welthit machte (nennt man übrigens – wie feinsinnig – Cover).

Eine Variante unseres Gratisinserates liefern wir gleich mit. Dieses auf dem Titel zu schalten, braucht ein bisschen mehr Courage, liegt aber möglicherweise etwas satter auf dem Asphalt der Wahrheit.

Wie bitte? Ach so, nichts zu danken, NZZ. War uns ein Vergnügen.

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Reinhold Weber

Autor: Reinhold Weber

Reklamiker und Texter aus und in Züri, nachdem er gefühlte 20-mal umgezogen ist, u.a. nach Berlin, Düsseldorf, Frankfurt und Wien.

Reduzierte den Smart to the max, machte Media-Markt weniger blöd und blieb beim Tages-Anzeiger dran. Ist Namensgeber und Mitgründer von Blue Balls Music, die das „Blue Balls Festival“ in Luzern veranstaltet.

Verbringt seine Tage völlig unkorrekt und ausgegrenzt als partei- und konfessionsloser, heterosexueller Raucher/Fleischfresser/Nichtjogger/Oekosparlampenhasser. Spielt auf seiner alten Fender Stratocaster zu allem Übel auch noch am liebsten Negermusik.

Mag Texaner wie Billy Gibbons und Kinky Friedman. Ob die allerdings ihn mögen, ist glücklicherweise unbekannt.

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