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Ihr seid doch alle gleich!

Wenn ich mich da draussen umsehe, kratze ich mich bisweilen am Hinterkopf. Maja, bist es du? Oder Franziska? Oder Waltraut? Ihr seht ja alle gleich aus! Ihr tragt die selben Kleider, die selben Sonnenbrillen, die selben Jutebeutel, ihr Frauen bindet euch die Haare mit einem Haargummi zu einem Haarknäuel hoch und ihr Männer… ihr Männer auch! Ist halt praktisch beim Yoga. Jungs erkennt man nicht selten bloss deshalb noch als solche, weil sie einen Bart tragen. Oder das, was sie für einen Bart halten.

Herrgott! Ihr Individualisten seid doch alle gleich! Verliebt man sich in eine, verliebt man sich auch gleich in alle anderen. Jeder ist austauschbar, gleich hübsch oder gleich nicht. Wenn eine geht, kommt die nächste. Die ist nicht besser und nicht schlechter als ihre Vorgängerin und die, die danach kommt. Jeder ist genau gleich kreativ wie der andere, weil jeder den selben Instagram-Filter verwendet. Jeder findet die Rechten doof, und die Linken irgendwie auch, generell alle Politiker und die da oben. Beni Turnheer ist ein Bünzli, und damit irgendwie schon wieder cool. Denn alles was etwas älter ist, ist retro, und retro equals cool. Cool ist natürlich nicht das richtige Wort, aber ich weiss nicht, wie die heute etwas nennen, was wir damals cool fanden. Natürlich ist nicht alles von früher gut, die Eltern zum Beispiel nicht. Denn die waren irgendwie so… jedenfalls schnallen sie das heute alles nichts mehr und hängen noch auf Facebook ab, während die Jungen von heute ja längst alle auf Snapchat ausgewichen sind. Und auf YouPorn. Da ist man alleine, ganz alleine mit den anderen fünfhundertmillionen Jungen.

Ich komme dann jeweils ins Schwelgen, wenn ich an meine eigenen Jugendjahre denke. Damals in den 90ern, als wir… Ach, vergessen Sies.

90erjugend

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Autor: Pete Stiefel

Pete konnte pfeifen, bevor er der gesprochenen Sprache mächtig war – und an seinem ersten Schultag bereits schreiben. Trotzdem ist er da noch einige Jahre hingegangen. Danach schrieb und fotografierte er fürs Forecast Magazin, für Zürichs erstes Partyfoto-Portal stiefel.li, fürs 20 Minuten, MUSIQ, Q-Times, Party News, WORD Magazine, war Chefredaktor vom Heftli, lancierte das Usgang.ch Onlinemagazin – und er textete für Kilchspergers und von Rohrs Late Night Show Black’N’Blond und Giaccobo/Müller. Er trägt (vermutlich) keine Schuld daran, dass es die meisten dieser Formate mittlerweile nicht mehr gibt.

Irgendwann dazwischen gründete er in einer freien Minute seine eigene Kommunikationsagentur reihe13, die unterdessen seit weit über 13 Jahren besteht. Er ist mittlerweile in seiner zweiten Lebenshälfte, Mitinhaber vom Interior Design Laden Harrison Interiors, schrieb unterdessen Pointen für Giacobbo / Müller, Black 'n' Blond (mit Roman Kilchsperger und Chris von Rohr und irgendwann auf dem Planeten Kult gelandet. Ein kleiner Schritt für die Menschheit, ein grosser Schritt für Pete.

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Stolz und Vorurteil & Zombies – Killende Mädchen in schönen Kleidern

Ein paar Stutz für einen jungen Geissen-Fanatiker