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Albumkritik: Dave Hause – Bury me in Philly

Dave Hause, der fast 39jährige Rocker aus Philadelphia, hat ein neues Album am Start. Bury me in Philly heisst sein mittlerweile drittes Soloalbum, welches am 3. Februar 2017 das Licht der Welt erblickt. Wir haben uns bereits ein Bild dieser Scheibe machen können.

Das Album eröffnet mit With You, einer schnellen Nummer, in welcher das Hier und Jetzt besungen wird. „Oh, dance with me we’ll all be dead soon“, singt Hause. Cooler Opener.

In The Flinch lehrt uns Hause, das zurückschrecken oder sich vor Angst in die Hosen machen nicht die Lösung für unsere Probleme darstellt. „Her song’s the home I want to stay“, singt Hause und wünscht uns allen Mut. Toller Song.

My Mistake lässt Hause über vergangene Fehler sinnieren. Routinierter Track.

Mit The Mermaid folgt ein Track, den mir so gar nicht gefallen hat. Nicht wegen dem Text, einfach die Melodie war mir zu crazy.

In Shaky Jesus erzählt Hause vielleicht von seiner Ex („She was the hell, the only hell her mama ever raised“), vergleicht die Wirkung ihrer Liebe mit einer süchtigmachenden Substanz und wünscht sich, dass diese verkorkste Beziehung doch noch irgendwie gut kommen könnte („If Jesus loves me now, can he save my little sermon somehow“).

Divine Lorraine ist typischer Arbeiterrock. Hause singt von den Auswirkungen des Büezerlebens auf die Romantik. „You get ground so down that you’ll forget the sound, the sound she makes when she calls out your name“ und erinnert uns alle daran immer wieder zu schätzen was wir eigentlich haben und wer bei uns ist, egal wie hart uns der Alltag mal wieder killt. Top Song.

Um wen es in Dirty Fucker genau geht kann ich so nicht wirklich raushören. Hause singt den Song jedoch ziemlich pissed off, verstärkt das „Dirty Fucker“ noch mit „Dirty Weasel Motherfucker“ und haut noch ein obligates „Son of a Bitch“ drauf. Ja, Dirty Fucker ist definitiv der Rage-Song dieses Albums.

In The Ride erfahren wir die Geschichte einer übereilten Beziehung. „Everybody got something to say talking ‘bout it’ll never last, but it’s a helluva ride to take even if we crash“ – und dass man hin und wieder doch einfach ohne gross nachzudenken etwas riskieren sollte.

Helluva Home eröffnet mit Mundharmonikaklängen und ist eine Liebeserklärung an Philadelphia, Dave Hauses Heimatstadt. Catchy.

Die wohl langsamste Nummer auf der Platte ist Wild Love, in welcher Hause mal wieder sehr wilde Lyrics auf seine Zuhörer loslässt. „TV dinner with a gun in my hand, 10 years in the wilderness, Pants down with my head in the sand“. Kein schlechter Track.

Bury me in Philly ist dann auch zugleich das Finale des gleichnamigen Albums. Ein richtig geiler letzter Track. „So write me one good song and dry my sisters’ eyes, and bury me in Philly when I die“, beschwört Hause und meint es wohl auch so.

Schlussendlich reiht sich Dave Hauses drittes Album perfekt in seine Solo-Diskographie ein. Die Songs With You, The Flinch, Divine Lorraine, Helluva Home und Bury me in Philly sind für mich die Anspieltipps des Albums. Eine grundsolide Nummer, der vielleicht die ganz grossen Highlights fehlt. Aber Fans von Dave Hause, Chuck Ragan oder Brian Fallon werden an Bury me in Philly viel Freude haben. Das Warten hat sich auf jeden Fall gelohnt.

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Dominik Hug

Autor: Dominik Hug

Mitdreissiger. Basler. Auch im Erfolg stets unzufriedener FCB-Fan. Filmkritiker. Leidenschaftlicher Blogger. Strassensportler. Apple User. Hat eine Schwäche für gute Düfte. Liest eBooks. Hört gerne Rockmusik. Fährt einen Kleinstwagen. Geht gerne im Ausland shoppen. Herzkalifornier. Hund vor Katze. Hat immer eine Sonnebrille dabei. Gelegentlicher XBox-Zocker. Hat 2016 überlebt.

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