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Top X: Die besten Partys an der Parade

Auch wenn die Street Parade in diesem Jahr so schön werden dürfte wie lange nicht mehr (big up to Meier, Schorno, Brühlmann, Epli & Co. KG), es gibt ja immer noch viele Leute, die innerstädtische Ansammlungen von mehr als 3‘000 Leuten klaustrophobisch finden. Also verzichten sie auf das grosse Nznznznz tagsüber und verlegen ihre Hoppelei auf den (Vor-)Abend oder auf abseits der Strecke. Für all jene sind diese Parade-Toplis gedacht. Und auch für all jene, die auf fein ausbalancierte Clubmusik mit (gross-)familiärem Touch stehen, selbst wenn mal die Ravetouristen (willkommen!) in die Stadt strömen.

 

Lethargy (Bild), Freitag bis Sonntag

Love, so much love. Nichts weniger hat die Lethargy verdient. Sie ist die Afterparty unserer Herzen, sie ist das worauf wir uns Jahr für Jahr am heftigsten vorfreuerchen. Die Rote Fabrik haben wir sonst viel zu selten auf dem Radar, was etwas erstaunlich ist: Gibt es denn in der Stadt eine Location die schöner gelegen ist? Gibt es denn eine Location, die man ausländischen Gästen lieber zeigt? Eher nicht. Nun denn: Aufzuzählen wer hier alles spielt würde den Rahmen dieses Textes sprengen. Also belassen wir es bei etwas Namedropping: Bonaparte (live), Roman Flügel, Darkstar, Convextion, James Lavelle (U.N.K.L.E. Sounds), The Ground (Florian Kruse & Hendrik Burkhard) und auch unser persönlicher Technogott, Charlie M. Duff aka Matrixxman, spielt. Und wir spielen etwas von ihm:

 

Tankstelle & Loco Dice Birthday Jam, Supermarket am Freitag

Die Tankstelle ist endlich fertiggebaut und sie sieht klasse aus. Geöffnet hat sie täglich ab 16 Uhr (ausser sonntags) und Mucke und Drinks gibt’s auch. An diesem Freitag vor der Parade kommt die Musik von einem der Greats, vom Desolat-Co-Gründer Loco Dice nämlich. Über den kann man ja nix mehr erzählen, das nicht ohnehin längst alle wissen. Also geben wir hier einfach nochmal den Tankstelle-Link durch: http://www.tankstelle.club.

 

Ehner Öppis Guets, Primitivo (Oberer Letten) am Sonntag

The day after. Der muss nicht schrecklich sein, ganz im Gegenteil: Er kann prächtig werden. Und das wird er auch wenn man hier afterraved. Weil: Um 13 Uhr geht’s los und ab und zwar zu den Sets von Jimi Jules, Prioleau, Sentiment, Kalabrese, Gallo und Dejan. Ein überaus feines Line Up für einen ebenso feinen Ort. Letten halt.

 

Hive: Susi the Paella und Claptone am Freitag, Strassenparade am Samstag, C’est Parat und Kuchenfabrik am Sonntag.

Der Klassiker (sagt der Hive-Promoter…). Herrgöttchen… wenn’s nun mal gut ist, dann ises nunmal gut. Also: Der Anlass am Freitag heisst natürlich Erika the Pinata, aber das mit Claptone ist richtig. Am Samstag dann gibt’s Jubeltrubel unter anderem mit all den zauberhaften Hivespielern und wenn das dann am Sonntagvormittag irgendwann fertig ist tun sich die schmucken Veranstalter Kuchenfabrik und C’est Parat zusammen um den Anwesenden den sprichwörtlichen Rest zu geben. Samt Flankenschutz von Sven Dohse. Und dieser Rest kann dann schon bis Montagmorgen dauern im Fall.

 

Friedas Büxe oder Zukunft am Samstagabend: Fürs Familiäre im Unfamiliären.

Ja… irgendwann ises genug mit Paraderambazamba. Irgendwann muss auch mal Schluss sein mit den verschwitzten Oberkörpern zugereister, grosspupilliger Raver. Aber wohin denn, wohin denn nur? In die Büxe oder die Zukunft, selbstverständlich. Denn in diesen beiden Clubs setzt man auch am heiligsten Tag aller Raver auf Understatement, aufs Familiäre. Um das zu belegen reicht ein Blick auf die Partynamen und das dazugehörige Line Up: In der Büxe steht da nämlich 10 Jahre Serialism (ganz, ganz feines Label im Fall) und nix von Parade. In der Zukunft heisst die Nacht Ecstasy. Nun ja… ein Bitz Paradebezug halt. Jedenfalls spielen dort Rizzoknor und zwar live, Peter Schumann, Sampayo & M.A., Nicola Noir, Sentiment, Leo Gretener und uns aller Kalabrese.

 

Backyard Hype – Back To The Roots, Kreuzstrasse 26, Samstag ab 14 Uhr

Tradition. Das ist der Backyard Hype. Seit zehn Jahren schon. Auf die Beine gestellt wird er jeweils von Michael „Muchi“ Halter und vom Herzlich Store im Seefeld. Dort kann man auch ein Ticket holen und zwar gratis (gibt nur noch ganz wenige, also hopp hopp). Ohne dieses Ticket kommt man nicht rein und da das „Back To The Roots“ im Titel wörtlich zu nehmen ist wird’s auch so wie früher. Sprich: Famos und für Freunde unter Freunden. Schön! Gespielt wird von Visionkids, Solok, Jem Haynes, De Posada, Svenson & Salimba, Schesche, Tschan und Soame.

 

Rund ums und oben auf dem Bellevue (Club), vorher und nachher, eigentlich immer

Wir geben’s zu: Wir haben die Übersicht verloren. Wir sehen nur noch big names wie Chris Liebing und Dubfire und Locations wie official stages, Trucks (Hyte), das Bellevue selbst und auch einen Rooftop der von Esance ausgerichtet wird… auch wenn wir den Durchblick nicht mehr haben, wir erblicken, dass es gross wird. Und wir wissen auch an wessen Wall man guxen muss wenn man sich den Überblick errecherchieren will: Louis Bisangs nämlich. Er ist da der Tätschmeister und hat bei sich schon alles gepostet. Also… selber nachgucken hilft in diesem Fall und zwar ganz enorm.

 

Terrasse Rouge am Limmatquai 3

Das Terrasse haben wir sonst nicht auf dem Schirm. Zu schickimicki das Ganze. Bevor es aber die Terrasse war, war da eine uh lässige Partylocation. So ein bitz verrucht, da Baustelle. Vielleicht trügt uns da auch die Erinnerung. Jedenfalls: An diesem Samstag ab 16 Uhr wird’s da endlich wieder mal lässig und das ist auch das Verdienst von WhoMadeWho die da spielen. Und da Animal Trainer, Definition, Dejan und lovely Patrischa ebenfalls auflegen werden ist die Sache geritzt: Wir gehen wieder mal ins Terrasse (ui…).

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Autor: Alex Flach

Alex Flach (*1971) erblickte das Licht in der Klinik Bethanien in Zürich. Nach langen Jahren des Herumeierns bei Versicherungen und nach Erreichen der Bachelor-Würde in Ökonomie, kam er zum Schluss, dass ihm seine Freizeitgestaltung besser gefällt als der Arbeitsalltag und er beschloss, dass es eine feine Idee sei, seine Hobbys Schreiben und Clubbing zu kombinieren. Nachdem er einige Jahre für Medien wie das Forecast Magazin, das 20minuten, den Blick am Abend und natürlich KULT übers Ausgehen geschrieben hatte, erkannte er, dass Clubs bezüglich Medien zumeist ähnlich grosses Talent an den Tag legen, wie Erdferkel bezüglich Quantenmechanik - und dies obschon viele von ihnen ein Programm bieten, das eine regelmässige und umfangreiche Berichterstattung verdient.

Heute betreut Alex die Medienarbeit diverser führender Clubs in der deutschen Schweiz, darunter führende Locations wie das Hive (Zürich), der Nordstern (Basel), das Rok (Luzern), die Zukunft (Zürich) oder der Hinterhof (Basel). Zudem schreibt er im Tages Anzeiger eine wöchentliche Nightlife-Kolumne, ist wöchentlich Studiogast in der Sendung Friday Night von Jonas Wirz auf Radio 24, ist Chefredaktor der Drinks Schweiz, des offiziellen Organs der Schweizer Barkeeper Union, betreut seit Anbeginn die Kommunikation des tonhalleLATE-Projekts der Tonhalle-Gesellschaft Zürich und bildet neuerdings, und zusammen mit Marc Blickenstorfer, Zürich Tourismus-Exponenten in Sachen Nachtleben aus.

Kurzum: Seine Couch und sein Schreibtisch stehen exakt auf der Schnittstelle zwischen dem Schweizer Nachtleben und der Öffentlichkeit. Dass er bisweilen zum über die Stränge schlagenden Berserker werden kann, wenn die von ihm so geliebte Nachtkultur (selbstverständlich völlig zu Unrecht) angepöbelt wird, versteht sich da von selbst.

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