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Fighting – Channing Tatum prügelt sich durch den New Yorker Untergrund

Fighting schien damals um 2009 rum eine grössere Nummer zu werden. Denn, wie oft läuft ein dermassen einfacher Prügelstreifen überhaupt noch in einem Kino.

Inhalt:
Frisch aus der Kleinstadt fängt Shawn in New York bei Null an. Um zu überleben, vertickt er als Straßenverkäufer gefälschte Klamotten. Doch mit dem findigen Hochstapler Harvey Boarden wendet sich sein Blatt. Harvey wird Shawn’s Manager und schleust ihn in die illegale Welt des Streetfighting ein! Faustkampf mit bloßen Händen! Shawn schlägt in der Szene ein wie eine Bombe. So schnell hat sich noch keiner an die Spitze gekämpft! Ob Profi-Boxer oder Martial Arts Champ – Fight um Fight gehen seine Gegner zu Boden. Doch der härteste Kampf seines Lebens steht ihm noch bevor …

Der härteste Kampf steht auch dem Zuschauer bei Filmbeginn bevor. Gut, vielleicht leicht übertrieben meinerseits, aber Fighting ist ein äusserst schwacher Vertreter des Prügelfilms.

Es krankt an allen Ecken und Enden. Hauptdarsteller Channing Tatum wirkt komplett falsch besetzt, Terrence Howard ist ein zu guter Schauspieler für so eine lächerliche Rolle, nur die hübsche Zulay Henao konnte mich ein wenig überzeugen.

Der Zuschauer wird bei Filmbeginn ohne grosses Setup direkt in die Geschichte geworfen. Shawn (Tatum) verkauft iPods und falsche Harry Potter-Bücher, wird ausgeraubt, verprügelt zwei Typen und der Gauner Harvey nimmt sich seiner an und wird sein Manager, schickt ihn von Underground-Fight zu Underground-Fight und nebenbei schmeisst sich unser Held an die hübsche Zulay ran. Dem Film fehlts leider an Drive und Atmosphäre. Es kommt zwar nicht soviel Langeweile auf wie bei dem damals kurz zuvor erschienenen Prügelfilm Street Fighter: The Legend of Chun-Li, aber das Gezeigte wirkt komplett künstlich und überzeugt in keinster Weise.

Gekämpft wird zwar, aber hier liegt schon der Hund begraben. Die Fights sind grottenschlecht umgesetzt worden. Dies verwundert zwar, da Channing Tatum Martial Arts-Erfahrung aufweisen kann, jedoch in den Szenen total verloren wirkt. Die Kämpfer prügeln irgendwie aufeinander ein, die Schläge wirken nicht echt und dank vielen unnötigen Cuts und unübersichtlicher Kameraführung kann man die einzelnen Fights nicht geniessen.

Fazit: Fighting ist eine grosse Enttäuschung und gehört mit seinen Underground-Fights in den Underground der DVD-Regale.

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Autor: Dominik Hug

Mitdreissiger. Basler. Auch im Erfolg stets unzufriedener FCB-Fan. Filmkritiker. Leidenschaftlicher Blogger. Strassensportler. Apple User. Hat eine Schwäche für gute Düfte. Liest eBooks. Hört gerne Rockmusik. Fährt einen Kleinstwagen. Geht gerne im Ausland shoppen. Herzkalifornier. Hund vor Katze. Hat immer eine Sonnebrille dabei. Gelegentlicher XBox-Zocker. Hat 2016 überlebt.

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