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Duma VII: Wie weit nach Jerusalem

Das letzte Mal als die Regierung ausserordentlich hatte zusammentreten müssen, brannte eine Chemiefabrik bei Schweizerhalle. Das Feuer bei Muttenz hatte den Himmel über der Stadt rot gefärbt, es stank und weit nach Mitternacht gab es in der Region einen Sirenenalarm. Nach über dreissig Jahren waren diejenigen, die sich noch erinnern konnten, uneinig darüber, ob der Rhein grün oder rot verfärbt gewesen war. Sie waren auch nicht sicher, ob man die Kinder nach dem Grossbrand an jenem Samstagmorgen wirklich in die Schule hätte schicken sollen.

Im Regierungszimmer im Rathaus war damals noch keine Spur gewesen vom modernen, grauen Tisch mit dem grossen runden Loch in der Mitte. Die Regierungsräte damals hatten sich an ein schweres, dunkles Holzmöbel mit verschnörkelten Beinen gesetzt und vor allem darüber diskutiert, wie man den Brand für ungefährlich erklären konnte. Niemand von den damaligen Räten wollte es sich mit der fast allmächtigen chemischen Industrie verscherzen.

Heute hatte die Regierung andere Sorgen. Regierungspräsidentin Elise Steingruber war sich nicht sicher, warum und vor allem wie das Problem ausgerechnet auf ihrem Schreibtisch gelandet war. Die Tierärztin von den Grünen, die erst seit zwei Jahren im Amt war, wusste nicht, wie es den Kollegen gelungen war, ihr das Dossier des «Engels» aufzubürden. Die Sache war eine einzige Katastrophe, politisch war damit nichts zu gewinnen.

Unterdessen sendeten BBC und CNN mehrmals live vom Rheinknie. Auch vor dem Rathaus standen Übertragungswagen. Im Moment gab es zwar nicht viel Neues, aber die Story einer schwerverletzten Frau, die durchs Dach einer Kathedrale gekracht war, um bei ihrer Flucht dann noch einige Polizisten zu verprügeln erschien unwiderstehlich. Die Basler Behörden hatten darauf gesetzt, dass die Geschichte wegen der Schnelllebigkeit der Zeit bald wieder verfliegen würde, aber irgendwie redeten mittlerweile so viele religiöse Fanatiker, Engellieberhaberinnen und Esoteriker mit, dass CNN gestern sogar einen New Yorker eingeflogen hatte, der nach 9/11 weisse Lichter vom Ground Zero hatte davon schweben sehen.

Die Regierung hatte sich bisher erfolgreich davor gedrückt, in irgendeiner Form Stellung zu nehmen. Man kommentiere spirituelle Neigungen nicht, das sei Privatsache der Bürger. Mittlerweile schaute die ganze Welt auf die Stadt am Rheinknie und die Stimmen in der Presse wurden immer lauter, dass es in Basel offensichtlich nicht mit rechten Dingen zu gehe. Was für einen Grund konnte es sonst geben, nicht darüber zu informieren, was es mit der Frau auf sich habe, die die Polizei in der Nähe des Münsters gefasst habe.

Steingruber blickte in die sechs Gesichter ihrer Regierungskollegen. Finanzministerin Graf von den Sozialdemokraten hielt die ganze Geschichte für überflüssig. Aber da verletzte Frauen oder Engel nichts mit Steuern zu tun hatten, konnte sie sich zurücklehnen. Elise Steingruber eröffnete die Sitzung, sie versuchte es versöhnlich: «Vielleicht ist es nichts Negatives. Wir können zeigen, dass wir eine offene Stadt sind.» Etwas bleich nickte neben ihr Kollege Christian Wassermann. Nicht nur war er bei der Christlichen Volkspartei, vielmehr gab ihm das Kollegium insgeheim die Schuld daran, dass sein Sanitätsdepartement nicht dichtgehalten hatte. Die weit verbreitete Ansicht in der Regierung war, dass man die Frau, die offenbar durchs Münsterdach gekracht war, sofort in die Universitäre Psychiatrie hätte überführen sollen. Womit der Fall erledigt gewesen wäre. Jetzt war es zu spät dazu.

Im Regierungsratssaal und in dessen historischen Vorzimmer hingen düstere Schnitzereien. In jeder Ecke waren Kantonswappen angebracht. Das Licht fiel durch farbige Fenster voller mythischer Heldengeschichten von der Kantonsgründung, die natürlich auch nicht wahr waren, aber zeigten, wie sich die Basler Gesellschaft damals angefangen hatte selbst zu verstehen. Vielleicht wollte die ganze Sache Elise Steingruber deswegen nicht in den Kopf. Irgendwie war sie selbst doch immer für Engel gewesen, sie glaubte durchaus, dass etwa gesegnetes Wasser gesund sein konnte. Aber die Engel ihrer Phantasie verprügelten keine Polizisten, eine Blutspur hinter sich herziehend. Von diesen Engeln erschienen keine Fotos in den internationalen Medien. An diese Engel musste man glauben. Die Bilder hatten zu vielen Diskussionen geführt. Kollege Wassermann hatte weder eine Erklärung dafür, wer sie geschossen hatte, noch dafür, wie sie bei der Presse gelandet waren. Eigentlich war es dem Personal streng verboten, im Uni-Spital zu fotografieren. Der Grund dafür war der Persönlichkeitsschutz. Aber wahrscheinlich waren die Preise, die die Zeitungen in der Gier nach Bildern geboten hatten, schlicht zu hoch gewesen, um widerstehen zu können.

Unterdessen fand eine Dauer-Belagerung des Universitätsspitals statt. Vor der geschwungenen Auffahrt des Uni-Spitals parkierten Übertragungswagen aus der ganzen Welt. Papparrazzi schossen Fotos von Wassermann und Steingruber, wie sie sich zu einer Sitzung mit dem Chef des Spitals und der behandelten Ärztin im Gesundheitsdepartement trafen. Reporter aus der ganzen Welt sorgten dafür, dass die Geschichte des gefallenen Engels nicht in Vergessenheit geriet. Er wisse, die Polizei habe keine Figur gemacht, erklärte Regierungskollege Hausi Schweizer.

Als Freisinniger hatte er es nach mehreren Skandalen schwer gehabt, die Wiederwahl zu schaffen. Unterdessen sei aber die Sicherheit der Ärztin Eveline Martin an ihrem Domizil in der Aeschenvorstadt gewährleistet. Neben den Journalisten seien da aber inzwischen auch religiöse Fanatiker aus der ganzen Welt anzutreffen, was die Arbeit der Polizei nicht leichter mache. Man müsse auch mit massiven Kostenüberschreitungen rechnen. Das Geld war immer die Hauptsorge von Regierungskollege Schweizer. «In der Aeschenvorstadt haben wir es inzwischen mit dem Engelsorden zu tun. Aus Italien ist eine Gruppe von Abtreibungsgegnern angereist, die mit Babyfotos an der Tramstation stehen.»

Hans-Martin Egger in der Regierung für die Wirtschaft zuständig wollte das Problem aus der Welt schaffen. «Es ist ganz klar, wir sind eine Regierung. Wir können uns nicht darum kümmern, ob es Engel gibt oder nicht. Das liegt schlicht nicht in unserer Kompetenz». Während ihm gefiel, was er gerade gesagt, wünschte er sich trotzdem, er hätte eine rauchen können. «Da kommen wir nicht mehr raus. Es gibt schon Sonderflüge. Es ist fast so, als seien wir in Mekka. Die Leute wollen diesen Engel sehen. Wir müssen diese Frau loswerden.» Der Moment von Hausi Schweizer war gekommen, er meinte: «Es ist unverständlich, dass das Spital nicht sagt, dass es sich um eine Wahnsinnige handelt. So dass wir als Regierung Vernunft anmahnen können.» Egger stimmte zu, nutzte aber die Gelegenheit, klarzustellen, dass am Besten gleich alle diese Demonstrationen aufgelöst würden.»

Wassermann sagte: «Wir sind doch nicht in Mekka. Wir können nicht einfach die christlichen Werte ignorieren.» Im Regierungsratssaal kehrte Stille ein. Schweizer stellte klar, dass man wegen den Grundrechten nicht einfach so die Leute wegräumen könne. Zu dem könne man nicht die halbe Stadt sperren, inzwischen seien einfach zu viele religiöse Gruppierungen unterwegs. Und meist liefe ja alles sehr geordnet ab. Beunruhigend für die Regierung war aber, dass Mike Shiva, der lokale Hellseher vom Dienst, gesagt habe, dass der Engel, wenn er ein Engel sei sicher auch Wunder vollbringen könne. Ein Engel könne auch Leute heilen. Ein Blick aufs Internet machte klar, schon jetzt waren Busreisen verfügbar, die Pilgerreisen nach Basel anboten. Die Polizei hatte zwei ältere Männer dabei erwischt, die versuchten vor dem Münster Pflastersteine herauszureissen, dort, wo sie dachten, der Engel sei vielleicht vorbeigekommen. «Wir mussten das Münster schliessen, zuviele Leute wollen etwas mitnehmen …», erklärte Polizeichef Schweizer. Die Evangelische Kirche habe die Sicherheit nicht mehr gewährleisten können.

Die Regierung konnte sich nicht erklären, wie Basel plötzlich zum noch grösseren kirchlichen Schlachtfeld als Jerusalem hatte werden können. «Wir haben doch keine Klagemauer», sagte die Präsidentin. Wie oft schüttelten ihre Regierungskollegen ob so viel Naivität den Kopf. Ganz offensichtlich glaubte die Tierärztin eben an das Gute. Sie konnte sich einfach nicht vorstellen, dass ein Engel, ob echt oder nicht, für viele einfach nur ein gutes Geschäft war.

Der unliebsame Theologe Sebastian Hoch hatte sich aus dem Vorort Riehen sofort zu Wort gemeldet und hatte sich neben der Abschaffung des Zölibats sofort für die Rechte des gefallenen Engels eingesetzt. Während der Bischof zunächst noch die Klappe gehalten hatte, war er dann nach Rom abgereist, um mit seinen Mit-Bischöfen und dem Papst publikumswirksam darüber zu beraten, wie es mit den Engeln sei und es sich beim Basler Engel möglicherweise um einen echten Engel handeln könne.

Polizeivorsteher Wassermann, der zwar gemeinsam mit Gesundheitschef Schweizer in der Tinte sass, goss etwas Benzin aufs Feuer: «Dieser Rapport hätte doch nie rausgehen dürfen. Es ist doch unmöglich, dass Polizisten vom <Pandämonium> berichten. Das hätte vertraulich bleiben müssen.» Wie immer versuchte die Präsidentin zu vermitteln: «Das war eine seltsame Nacht gewesen, die Sanität ist da schliesslich auch nicht klargekommen. Diese Person dürfte ja nicht einmal mehr leben, wenn man den Daten glaubt.»

«Genau wegen diesen Dingen sitzen wir doch in dieser Scheisse … Und jetzt haben sie auch noch Fotos». Carlo Monti konnte sich nur selten beherrschen. Trotzdem durfte er im Erziehungsdepartement die städtischen Lehrer und Schüler tyrannisieren. Aber immerhin sass seine Krawatte immer perfekt. Der Regierungssprecher Andreas Zimmer erinnerte daran, dass die Bevölkerung von der Regierung eine Stellungnahme erwarte. Man müsse erklären, was man zu tun gedenke.

Es wurde still rund um den grossen Tisch mit dem Loch drin. Da waren die Fotos. Sie zeigten eine junge Frau, die halbnackt im Spitalhemd gross, stark und ungebrochen durch die Spitalgänge schritt. Auf einer Aufnahme zog sie sich die Kanülen ganz einfach aus dem Arm. Offensichtlich hatte sie Pflegern und Schwestern auch schon geholfen, Essen auszuteilen. Dann lag sie wieder schlafend im Spitalbett, mit allen möglichen Schläuchen in den Armen. Viral ging am Ende das Bild auf dem Helikopterlandeplatz des Basler Unispitals. Sie sass da am äussersten Zipfel eines Dachgiebels des Spitals, der Wind hob ihr Spitalhemd und weltweit mussten die heiklen Stellen ihres Körpers verpixelt werden. Mit diesem Foto hatte es angefangen. Denn niemand wusste, wie sie da hinaufgekommen war und wie sie sich in dieser Höhe hatte halten können.

Die Frau sah fit aus. Ihr Gesicht war seltsam konzentriert. Aber dem aufmerksamen Betrachter wurde auch klar, die Frau war weg, weit weg. Ihre feinen Gesichtszüge waren ausdrucksstark, aber sie erschienen nicht dem Mond oder den Sternen zugewandt. Ihr Gesicht sprach von einer Einsamkeit, die niemand kennen konnte. Auch als man ihr dann endlich auf Befehl des Rathauses hin Kleider gegeben hatte, wurde es nicht besser. Die Spitalleitung hatte beteuert, ihr Zimmer sei abgeschlossen, trotzdem gab sie weiter Mahlzeiten aus, sass manchmal am Bett von alten Leuten. Dabei fotografierte sie oftmals ein geldgieriger Pfleger oder Angehöriger. Zuerst wurde Security vors Zimmer gestellt, dann Polizei. Man gab ihr mehr Kleider in der Hoffnung, sie sei schwerer zu erkennen. Die Regierung hatte die Persönlichkeitsrechte aufgehoben und in derselben Hoffnung sogar einen Haarschnitt angeordnet. Es hörte nicht auf mit den Bildern.

Nachdem man mit Repression gescheitert war, entschloss man sich der Sache auf den Grund zu gehen. Die Frau bekam eine Leibärztin. Obwohl das Uni-Spital, das eine der besten Chirurginnen verlor, mit dem Bundesgericht drohte, zwang die Regierung Eveline Martin dazu, der Sache auf den Grund zu gehen. Ein Fehler, wie man heute im Rathaus erkennen musste. Die Informationen waren alles andere als passend. Genaugenommen passten sie in kein Schema. Und Eveline Martin war nicht bereit, der Sache einen Riegel vorzuschieben. Anfangs hatte sie brav gesagt, es könne keine Engel geben. Darüber müsse man nicht einmal spekulieren. Sie sei Ärztin, Wissenschaftlerin. Genau darum könne sie aber keine Befunde abgeben, die nichts mit dem Wohl der Patientin zu tun hätten.

«Ich habe alle Polizisten suspendiert, die an dem Abend beim Münster waren», erklärte Schweizer. Unterdessen hatte die Stadt alle diese Leute in die Ferien geschickt und ihnen mit Klage wegen Verletzung des Amtsgeheimnisses gedroht. Es hatte alles nichts genutzt. An der Spitalstrasse hockte ein kleines, alternatives Online-News-Portal. Es war mit dem Teufel zugegangen. Die von Polizisten und Security bewachte Frau war offensichtlich aus ihrem Zimmer rausspaziert, überwand die Sicherheitssperren des Stockwerks – immerhin bekleidet – um durch die in freundlichen Farben gehaltene, aber mit genauso viel Sicherheitsvorkehrungen versehene riesige Empfangszone zu flanieren, um dann einen Typen, der eigentlich besoffen hatte heimgehen wollen – erfolgloser Versuch eines Journalisten den Artikel aufzupeppen mit Rotwein –, um eine Zigarette zu bitten. So kamen sie ins Gespräch.

Der Journalist war offensichtlich der einzige, der kein Foto geschossen hatte. Die Polizei hatte ihn später ausgiebig verhört, aber kein Bild von der Frau auf dem Handy gefunden. Aber sie hatte mit ihm gesprochen. Sie hatte ihm von etwas erzählt, dass sich «Stranny» nannte. Dass sie rauche, weil sie glaube, andere Engel würden träumen. Das hätten sie noch nie getan, weil sie der Engel der Träume sei. Diese könnten nur ein Zeichen dafür sein, dass das Ende der Welt nahe wäre. Der Journalist hatte ziemlich lange tapfer überlegt, schliesslich seinen Kater überwunden und über den vermeintlichen Engel geschrieben, der gerade die Welt beschäftigte, was er für völlig idiotisch hielt. Er beschrieb liebevoll eine Frau voller Zweifel. Das entsprach dem Zeitgeist. Ihm waren religiöse Grabenkämpfe nicht so wichtig. Er erzählte einfach eine Geschichte und plötzlich lag Jerusalem am Rhein.

Jetzt sass die Basler Regierung zum ersten Mal nach über dreissig Jahren im Rathaus und es hatte nicht einmal gebrannt. Aber alle Glaubenskonflikte waren an den Rhein gekommen. Und es hörte einfach nicht auf. «Wir haben versucht, die Identität abzuklären. Nach einem längeren Verhör, dass uns von der Ärztin nicht ohne weiteres gewährt worden war, wie ich leider sagen muss, Kollega Wassermann, haben wir versucht, die Spur nach St. Petersburg zu verfolgen. Wir haben um Amtshilfe gebeten, aber wir wissen immer noch nicht, wer die Frau wirklich ist.»

«Ich habe gehört, sie kann viele Sprachen», sagte Elise Steingruber.

«Das tut doch nichts zur Sache, wieviel Sprachen die spricht», sagte Wassermann. Der Sanitätsdirektor hatte aber etwas ganz Ähnliches gehört.

«Du musst das Spital in den Griff kriegen, wir brauchen da mehr Fakten und diese Ärztin hilft uns nicht wirklich», Schweizer wollte einfach davon ablenken, dass seine Polizisten die Geschichte vom Engel in die Welt gesetzt hatten.

Dann sprach Finanzministerin Graf das Schlimmste aus: «Bundesbern wird sich einmischen, wenn wir nicht vorwärtsmachen, dann werden die die Geschichte in den Griff nehmen wollen. Wir sind jeden Tag auf CNN». Alle, die um den Tisch herumsassen, ihnen allen schlug die Düsterheit des Raumes aufs Gemüt, dachten, Graf sei einfach karrieregeil, weil sie so viel von Bern sprach. Aber immerhin, hier drin blieb ihnen noch die Illusion zu regieren. Auf dem Marktplatz warteten die Medien, die Demonstranten. Eine Mönchsgruppe aus dem Burgund sang neben den Ständen, an denen es teuren Cappuccino gab. Am Ende war es Elise Steingruber, die den Vogel abschoss. Sie sagte: «Wie können wir sicher sein, dass diese Frau kein Engel ist. Immerhin hilft sie im Spital mit. Sie macht das, einfach so. Das machen nicht viele». Darüber war die Basler Regierung so befremdet, dass die Sitzung trotz den Ermahnungen des Sekretärs sofort zu Ende war.

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Andy Strässle

Autor: Andy Strässle

Andy Strässle umarmt Bäume, mag Corinne Mauch und verleugnet seine Wurzeln: Kein Wunder, wenn man aus Blätzbums stammt. Würde gerne saufen können wie Hemingway, hat aber immerhin ein paar Essays über den Mann zu stande gebracht. Sein musikalischer Geschmack ist unaussprechlich, von Kunst versteht er auch nichts und letztlich gelingt es ihm immer seltener sich in die intellektuelle Pose zu werfen. Der innere Bankrott erscheint ihm als die feste Währung auf der das gegenwärtige Denken aufgebaut ist und darum erschreckt es ihn nicht als Journalist sein Geld zu verdienen.

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