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„Mis Velo isch dis Velo“: Staatl. Aufforderung zum Klauen äusserst erfolgreich. (Die Woche 33/2018.)

Komfortvelodiebstahl: Die Fahrradschlösser der eidg. dipl. Publibikes, die die öffentliche Hand in Bern und Zürich in Umlauf gesetzt hat, sind besonders leicht zu knacken, eine Ortung geklauter Velos ist nicht möglich; die dafür verantwortlichen Stadträte bitten um Kenntnis- und Mitnahme.

Gegenmassnahme: Präsident Erdogan empfiehlt seinen Untertanen das Festnetz; USA bald am Boden?

Gegenverkehr: Mit Blick auf aktuelle Ereignisse und im Sinne einer Präventionsmassnahme hat die deutsche Bundesregierung den Jahrhundert-Schlager «Über sieben Brücken musst du geh‘n» verboten.

Aberglaube: Ein Schweizer Versicherungsunternehmen lässt aus Marketingeltangel- und Reklamegründen künftig ein Hagelflugzeug in den Basler Himmel steigen, welches Kerosin verbrennt, Chemikalien verstreut und auch sonst nichts nützt.

Lehrer*innenX-Mangel: In Berlin können Quer- und Queereinsteiger*innenX nach einem siebentägigen Crashkurs jetzt den Lehrberuf ausüben; Crashkurse wie «Hebamme in drei Tagen», «Polizist in 24 Stunden», «Politiker in 30 Minuten» und «Journalist in 45 Sekunden» seien in Vorbereitung.

Gelebte Demokratie: Erstmals durften die Wahlberechtigten der EU-Mitgliedstaaten über einen Inhalt abstimmen – konsultativ, online, zum wichtigen Thema Sommerzeit; die Stimmbeteiligung betrug 0,9 Prozent, das durch die EU-Kommission bereinigte Ergebnis werde in den nächsten Wochen mitgeteilt.

Asyl: Nach mehreren in die Hose gegangenen Wenden wird aktuell auf allen deutschen Kanälen die Wendung «Spurwechsel» breitgeschlagen; zur Frage, ob dabei auf dem Pannenstreifen oder der Gegenfahrbahn gefahren werden soll, wird bis 2022 ein Eckpunktepapier ausgearbeitet, welches den Entscheidungskorridor festlegt.

Trendy: Intervallfasten nach der 18:6- oder 5:2-Methode; wir googeln, bleiben dran und berichten.

Bond, James Bond: Wenn die Gerüchte zutreffen sollten, kann 007 sich künftig nicht mehr unerkannt in den Kreml einschleusen.

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Autor: Reinhold Weber

Reklamiker und Texter aus und in Züri, nachdem er gefühlte 20-mal umgezogen ist, u.a. nach Berlin, Düsseldorf, Frankfurt und Wien.

Reduzierte den Smart to the max, machte Media-Markt weniger blöd und blieb beim Tages-Anzeiger dran. Ist Namensgeber und Mitgründer von Blue Balls Music, die das „Blue Balls Festival“ in Luzern veranstaltet.

Verbringt seine Tage völlig unkorrekt und ausgegrenzt als partei- und konfessionsloser, heterosexueller Raucher/Fleischfresser/Nichtjogger/Oekosparlampenhasser. Spielt auf seiner alten Fender Stratocaster zu allem Übel auch noch am liebsten Negermusik.

Mag Texaner wie Billy Gibbons und Kinky Friedman. Ob die allerdings ihn mögen, ist glücklicherweise unbekannt.

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