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5 Feten für ein dickes Wochenende

 

Hier die fünf erlesensten Wochenend-Jubeleien in Zürich, Kult-Selektion und schön chronologisch.

 

Donnerstag: Dunnschtigs Blues mit Gigi und Pats im Vagabundo

Von wegen Blues… Gigi Gonzales spielt im Vagabundo und wer den Mann kennt, der weiss, dass er so ziemlich das Gegenteil von Blues verbreitet wo immer er auch aufschlägt. Glücklicherweise schlägt er ziemlich oft irgendwo auf. Auch wenn er heute nicht selber mithoppeln kann, da er auflegen muss. Nun ja… nicht die ganze Zeit, denn ihm zur Seite steht Patrischa. Zusammengefasst: Patrischa und Gigi im schmucken Vagabundo. Kann nix schief gehen. Ausser das Einhalten von guten Vorsätzen vielleicht. Gell Yannick…

 

Freitag: tonhalleLATE in der Tonhalle Maag/Härterei

Bereits zum 33. Mal findet an diesem Freitag die tonhalleLATE statt. Anfang der Nullerjahre vom ehemaligen Chefdirigenten des Tonhalle-Orchesters Zürich David Zinman ins Leben gerufen, wurde am Grundkonzept des Anlasses nie herumgeschraubt: Erst spielt das Tonhalle-Orchester Zürich eine Stunde lang klassische Musik, danach sind die Elektroniker an der Reihe. Dieses Mal und wegen des ZFF spielt das Orchester Filmmusik, die via Screen mit Ausschnitten aus den entsprechenden begleitet wird. Danach ist die Reihe am grandiosen Amirali, der zusammen mit Solisten des Orchesters eigens Stücke einstudiert hat. Wer noch nie da war: Shame on you! Zeit das zu ändern.

 

Das ganze Wochenende: 8 Jahre Frieda‘s Büxe

Du liebes Bisschen, wie doch die Zeit verfliegt… War’s nicht erst vorletzte Woche, als Marco, Ramon, Pasci, Valentino und Francesco entschieden haben, dass es in der Gegend um den Albisriederplatz zu langweilig sei und sie deshalb Frieda’s Büxe eröffnet haben? Mir kommt’s so vor… aber da ist das Tantchen auch mitschuldig: Erstens fehlen mir wegen ihm ein paar Stunden meines Lebens  (zusammengerechnet sind’s wohl Tage) und zweitens vergeht die Zeit halt schneller wenn sie in Euphorie verbracht wird. Und mal Tacheles: Euphorie gibt’s in der Büxe der Frieda reichlich und genug für alle. So auch am Wochenende: Am Freitag gibt’s ein Konzert von den Rizzoknor-Jungs und DJing von Andreas Ramos, Antja, Gogo, Henry Sure, Ismail & Clive, Sampayo, Bang Goes, Dani Posada, Karl Gustav, Rino und Sam Hauser. Am Samstag dann kommt der liebe Kalabrese mit seinem Rumpelorchester, Are:Age spielt ebenfalls live und gedjt wird von Burt Cobain, Don Ramon, Nader, Pasci, Patula, San Marco, Svenson, Timoeto, Juli Lee, Herr Müller, Raphaello, Rumlaut und Valentino.

 

Freitag: HVOB im Hive

War die Rakete im Wunderland nicht wunderschön? Doch. War sie. Kann man jede und jeden Fragen. Der Bienenstock hat aber auch abseits seiner Label-Zugpferde sehr viel zu bieten und das Wochenende für Wochenende. An diesem beispielsweise einen Clubgig von HVOB: Her Voice Over Boys oder kurz HVOB haben sich 2012 formiert und sich schon kurz darauf in den Fokus von Oliver Koletzki und dessen Stil vor Talent-Imprint musiziert. 2013 wurden sie auf Platz 2 der Top Live-Acts des Jahres in der Leserpoll der De:Bug gewählt und mit „Next Big Sound“ gelang ihnen gar eine Top 20-Platzierung in den US-Billboardcharts. Seither wurden sie von der Tate Gallery of Modern Art angefragt ein Gemälde musikalisch zu ergänzen, sie haben Filmmusik komponiert und dafür Preise erhalten, haben insgesamt drei Alben veröffentlicht und sich unablässig einen ganz eigenen Status innerhalb der elektronischen Musik erarbeitet.

 

Samstag: Adroit & Hello People im SpaceMonki

Der Raumaffe hat super Fahrt aufgenommen. Ist aber auch ein schöner Club: Nicht nur wegen seiner schnieken Raumaufteilung auf zwei Etagen, sondern auch wegen seiner speziellen Gastronomie – einer der wenigen Clubs in denen man auch lecker Cocktails ordern kann. Von der Mucke ganz zu schweigen: Heute Nacht schliessen sich Adroit und Hello People zusammen und verwandeln beide Etagen in einen sicheren Hafen für Electronica-Kenner. Oben im Space Jungle musiziert neben Arca, Michael Nip und Ping Pong auch der phänomenale Javier Carballo und unten in der Monki Cage gibt’s Feinschliff von Planet Rhythms Marco Effe und von Doma, Saime und Jacom.

 

 

 

 

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Autor: Alex Flach

Alex Flach (*1971) erblickte das Licht in der Klinik Bethanien in Zürich. Nach langen Jahren des Herumeierns bei Versicherungen und nach Erreichen der Bachelor-Würde in Ökonomie, kam er zum Schluss, dass ihm seine Freizeitgestaltung besser gefällt als der Arbeitsalltag und er beschloss, dass es eine feine Idee sei, seine Hobbys Schreiben und Clubbing zu kombinieren. Nachdem er einige Jahre für Medien wie das Forecast Magazin, das 20minuten, den Blick am Abend und natürlich KULT übers Ausgehen geschrieben hatte, erkannte er, dass Clubs bezüglich Medien zumeist ähnlich grosses Talent an den Tag legen, wie Erdferkel bezüglich Quantenmechanik - und dies obschon viele von ihnen ein Programm bieten, das eine regelmässige und umfangreiche Berichterstattung verdient.

Heute betreut Alex die Medienarbeit diverser führender Clubs in der deutschen Schweiz, darunter führende Locations wie das Hive (Zürich), der Nordstern (Basel), das Rok (Luzern), die Zukunft (Zürich) oder der Hinterhof (Basel). Zudem schreibt er im Tages Anzeiger eine wöchentliche Nightlife-Kolumne, ist wöchentlich Studiogast in der Sendung Friday Night von Jonas Wirz auf Radio 24, ist Chefredaktor der Drinks Schweiz, des offiziellen Organs der Schweizer Barkeeper Union, betreut seit Anbeginn die Kommunikation des tonhalleLATE-Projekts der Tonhalle-Gesellschaft Zürich und bildet neuerdings, und zusammen mit Marc Blickenstorfer, Zürich Tourismus-Exponenten in Sachen Nachtleben aus.

Kurzum: Seine Couch und sein Schreibtisch stehen exakt auf der Schnittstelle zwischen dem Schweizer Nachtleben und der Öffentlichkeit. Dass er bisweilen zum über die Stränge schlagenden Berserker werden kann, wenn die von ihm so geliebte Nachtkultur (selbstverständlich völlig zu Unrecht) angepöbelt wird, versteht sich da von selbst.

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