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Escape Plan 2: Hades – Völliger Murks

Nach fünf Jahren bekommen wir eine Fortsetzung von Escape Plan, dem Film, welcher Sylvester Stallone und Arnold Schwarzenegger zum ersten Mal wirklich auf der Leinwand vereinte. Schwarzenegger ist in der Fortsetzung zwar nicht mehr dabei, dafür jedoch Dave Bautista. Wir haben uns das Werk mal angesehen.

Inhalt:
Der knallharte Sicherheitsexperte Ray Breslin (Sylvester Stallone) steht nach seinem berüchtigten Ausbruch aus dem „Grab“ vor einer neuen, höchst riskanten Herausforderung: Aus seinem Team, das Hochsicherheitsgefängnisse weltweit testet, wird ein Mann vermisst. Shu Ren, einer von Breslins besten Männern, scheint gekidnappt worden zu sein und sich im HADES zu befinden. So muss sich Breslin erneut in Gefangenschaft begeben um Shu Ren aus diesem High-Tech-Superknast zu befreien. Dabei kann er auf die Unterstützung aller Gefährten wie Hush (50 Cent) zählen – aber wird das reichen um dieser Hölle auf Erden zu entkommen?

Wenn wir über die Highlights von Sylvester Stallones Filmographie reden, wird Escape Plan wohl eher als eine Randnotiz behandelt, „Der Film, in welchem er mit Schwarzenegger gespielt hatte“. Ein ordentliches, solides Werk, aber eine Fortsetzung wäre nicht nötig gewesen. Und wäre vor zehn Jahren auch nicht passiert, denn in den Staaten hat der Erstling an den Kinokassen underperformed, dafür jedoch in China eine Menge Zaster eingespielt. So wurden nun zwei Fortsetzungen in Auftrag gegeben, produziert für den Chinesischen Markt. Das erste dieser beiden Werke liegt nun vor.

Und, es macht mich sehr traurig zu vermelden, dass Stallone nun offenbar im gleichen Filmsumpf zu stecken scheint wie Kollege Bruce Willis (abgesehen davon, dass Sly vor zwei Jahren noch für einen Oscar nominiert war und in den USA soeben Creed II angelaufen ist), denn Escape Plan 2: Hades wirbt zwar gross mit Stallone auf dem Cover. Dieser ist im Film jedoch höchstens fünfzehn Minuten zu sehen. Noch schlimmer trifft es Dave Bautista. Ebenfalls neben Stallone auf dem Cover, ist der Muskelmann wohl nicht mal zehn Minuten im Film zu sehen. Solche Aktionen machen mich als Filmliebhaber einfach nur sauer.

Im Mittelpunkt des Films stehen Figuren wie Shu (Xiaoming Huang) oder Jaspar (Wes Chantham). Auch 50 Cent muss sich mit einer eher kleinen Nebenrolle begnügen. Und warum sich ein Darsteller wie Titus Welliver auf dieses Werk einliess hat sich mir auch noch nicht offenbart.

Die Story wirkt superbemüht und extrem zäh. Der Superknast HADES wirkt in etwa so attraktiv wie eine alte Lagerhalle, welche mit einigen fabrigen Neonröhren verziert wurde. Um das ganze noch ein wenig mehr zu vermurksen, macht Escape Plan 2 immer mal wieder auf Science Fiction. Zum Beispiel die Story mit diesem Holodeck-ähnlichen Raum für die Sieger der Fights oder auch die Sache mit den drei Glatzen, welche wir Offsprings der Bynären aus Star Trek: The Next Generation wirken.

Regisseur Steven C. Miller, welcher passenderweise für diverse Bruce Willis-Müllstreifen der Neuzeit verantwortlich ist, hat hier einen Film vorgelegt, der „cool“ sein soll, jedoch stellenweise immer wieder peinlich wirkt. Stallone, der hier eine eigentlich gute Figur macht, wirkt in vielen Szenen völlig unterfordert. Die Dialoge aus dem Off wirken pseudointelligent und einfach nur lächerlich. Und das Farbschema, welches Miller hier in jeder Szene aufs neue auspackt ist einfach nur totaler Style over Substance-Abuse. Praktisch jeder Raum ist getränkt in gelbes, grünes oder blaues Neonlicht. Irgendwann nervt dieser koloristische Overkill gewaltig.

Fazit: Für eine lange Zeit war Driven Stallones schlechtestes Werk. Die rote Laterne im filmischen Schaffen des Herr Stallone übernahm jetzt Escape Plan 2: Hades. Ein trauriger Tag.

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Dominik Hug

Autor: Dominik Hug

Mitdreissiger. Basler. Auch im Erfolg stets unzufriedener FCB-Fan. Filmkritiker. Leidenschaftlicher Blogger. Strassensportler. Apple User. Hat eine Schwäche für gute Düfte. Liest eBooks. Hört gerne Rockmusik. Fährt einen Kleinstwagen. Geht gerne im Ausland shoppen. Herzkalifornier. Hund vor Katze. Hat immer eine Sonnebrille dabei. Gelegentlicher XBox-Zocker. Hat 2016 überlebt.

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