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The Foreigner: Black Dawn – Unnötigste Fortsetzung aller Zeiten!

Viele Künstler mussten schon Tiefpunkte in ihren Karrieren bewältigen. Steven Seagal hatte meiner Meinung nach seinen ersten Tiefpunkt mit The Foreigner: Black Dawn erreicht, der Fortsetzung des schon ultraschwachen The Foreigner aus dem Jahr 2002.

Inhalt:
Ex-CIA-Agent Jonathan Cold gerät auf mysteriöse Weise ins Blickfeld des Geheimdienstes, als er einen gefährlichen Waffenhändler aus dem Gefängnis befreit und einer Terroristenbande dabei hilft, in den Besitz einer Atomwaffe zu kommen – mit der ein Angriff auf die USA geplant ist. Cold ist angeblich tot, warum also taucht er urplötzlich wieder auf – und warum scheint er Terroristen zu unterstützen? Die CIA ermittelt, bis die Terroristen die Nachforschungen wittern und ihnen das ganze Land schutzlos ausgeliefert ist. In einem atemberaubenden Showdown steht und fällt die Sicherheit von Millionen von Menschen mit der Antwort auf eine Frage: Auf wessen Seite steht Cold…?

Die Bedrohung einer Atombombe ist eigentlich eine gute Methode um den Zuschauer bei Laune zu halten. Geht die Bombe hoch oder nicht. All die unschuldigen Menschen, etc. Tja, diese Frage stellte sich mir beim Schauen dieses Films nicht. Ich fragte mich eher: „Was ziehe ich morgen zum Arbeiten an? Muss mein Hund noch kurz Gassi gehen? Warum schalte ich eigentlich nicht den TV aus und geh schlafen…?“.

Fortsetzungen sind momentan so ein Unding. Jeder Film, der mal halbwegs ein paar Dollar eingespielt hat, bekommt daraufhin ein Sequel, dann ein Prequel, gefolgt von einem Reboot oder Reimagining oder mit sonst einem Buzzword welches uns von Hollywood um die Ohren geschlagen wird. Nur in wenigen Fällen bekommt der Zuschauer auch wirklich etwas gutes vorgesetzt. Nicht einverstanden, lieber Leser? Dann zähle mir bitte umgehend drei Fortsetzungen auf, welche besser waren als der erste Teil (und Der Pate 2 zählt schon mal nicht).

Voraussetzung für eine Fortsetzung sollte aber zumindest ein guter und erfolgreicher erster Teil sein. War The Foreigner denn gut? Nein! Niemals! Dies war der erste Schritt in den Karrierekeller des Herrn Seagal. Ein billiger in Osteuropa produzierter Hinterhof-Film mit sinnloser Story, schwacher Action und null Schauwerte. Dieser Film war so schwach, eine Fortsetzung ist eigentlich ein Verbrechen an der Menschheit.

Und, oh Wunder, The Foreigner: Black Dawn wurde nicht zum Überraschungshit des Big Steven. Die Action mau, die Story voller Löcher, die Charaktere blass und die Filming Locations nicht der Rede wert.

Der Rede wert ist aber Steven Seagal. Sein bis damals (2006) schwächster Auftritt. Hier wird nicht mehr selbst geprügelt. Nein. Der Zuschauer sieht nur ein paar mal Seagals Kopf nach links oder rechts ausweichen und eine andere Kameraeinstellung zeigt uns Seagals Stuntman (dieser natürlich in Topform, der Steven in Unform) den Gegner weichprügeln. Unübersichtlich, schwach geschnitten, an diesem Film ist gar nichts gut. The Foreigner: Black Dawn schafft es in meinen Augen auch schwächer als die Michael Keusch-Trilogie zu sein. Shadow Man hatte wenigstens ein paar gute Momente, Attack Force war unterhaltsamer Supertrash und Flight of Fury kein totales Ärgernis.

Fazit: Dass Steven Seagal nach diesem Niedergang Mercenary for Justice und einige Filme später The Keeper drehen durfte, ist wohl ein Geschenk der Filmgötter, denn mit diesem drittklassigen Actionfilm hätte das Filmteam eigentlich einen kollektiven Tritt in den Allerwertesten verdient. Das war die Fan-Verarsche schlechthin.

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Dominik Hug

Autor: Dominik Hug

Mitdreissiger. Basler. Auch im Erfolg stets unzufriedener FCB-Fan. Filmkritiker. Leidenschaftlicher Blogger. Strassensportler. Apple User. Hat eine Schwäche für gute Düfte. Liest eBooks. Hört gerne Rockmusik. Fährt einen Kleinstwagen. Geht gerne im Ausland shoppen. Herzkalifornier. Hund vor Katze. Hat immer eine Sonnebrille dabei. Gelegentlicher XBox-Zocker. Hat 2016 überlebt.

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