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Brave Schüler, eieiei, reimen gegen CO2. (Die Woche 3/2019)

Kinderarbeit. Mehrere Milliarden Schüler*innenX (ZDF), darunter auch Frauen und Kinder (Tages-Anzeiger), lassen sich instrumentalisieren (Emma), um in der tödlichsten Horrorkälte seit Beginn der meteorologischen Aufzeichnungen (BILD) mit handgemalter Gedankenlyrik (FAZ) und intervallisch fixiertem Sprechgesang (NZZ) das Klima zu wandeln; Milo Rau droht, diesen bedrückenden Stoff für die Theaterbühne zu dramatisieren (SonntagsZeitung).

Brexit. Buchmacher in London verzeichnen Rekordumsätze.

WEF. Schlafsaal mit 10 Betten zu vermieten (4 Tage, CHF 32.236.-, exkl. Kurtaxe); ausreichend frankierte schriftl. Anfragen (mit Bild u. in Blockschrift) an das Derby Hotel, 7250 Davos (Absender nicht vergessen).

Lehrermangel. Aufgrund der irrwitzigen Politik von Donald Trump findet der Grundschulunterricht in unserem schönen Ostthüringer Dorf nur noch von Montag bis Donnerstag statt; für diese Bildungsoffensive bitten wir unsere 6.500 Schülerinnen und Schüler um Verständnis.

Vereinigtes Königreich. Das Oberhaus debattiert, die Erlaubnis zum Führen von Motorkraftdroschken auf das Alter von 95 Jahren zu limitieren.

Tragödie. Seit der Absetzung des Despoten Mugabe versinkt das völlig heruntergewirtschaftete Simbabwe noch mehr im bürgerkriegsähnlichen Chaos; der für alles zuständige deutsche Minister Heiko Maas dazu besorgt:  „Das schadet der Demokratie und spaltet die Gesellschaft.“

Bedrückend. Vier Nationalräte der SVP verhelfen einer autobahnfeindlichen Motion der SP zum Durchbruch, indem sie bei der Abstimmung auf den falschen Knopf drücken; David Jenny (FDP) vermutet Volksvertreten in trunkenem Zustand.

Schienenverkehr. Die von den Schweiz. Bundesbahnen (SBB) für 1,9 Milliarden CHF gekauften Fernverkehrsdoppelstockzüge (FVDSZ) des Alteisenkonzerns Bombardier glänzen durch Verspätungen und Ausfälle wg. technischer Störungen; so seien Direktanschlüsse an das Bahnnetz der Deutschen Bahn (DB) jederzeit gewährleistet, lobt SBB-Chef Meyer.

Lauberhorn. Das Schweizer Abfahrts-As Beat Feuz fetzt in einem sensationellen Lauf auf den fantastischen zweiten Platz; der Oberösterreicher Vincent Kriechmayr kriecht mit nur 14 Hundertstel Sekunden Vorsprung ins Ziel.

Toleranz. Der für seine skurrilen Aktionen bekannte Youtube-Star Logan Paul (19 Millionen Follower) kündigt an, einen Monat lang schwul leben zu wollen; die entsetzte LGBT-Community schäumt, dies überschreite die Grenze jeglicher guter Schwulität.

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Autor: Reinhold Weber

Reklamiker und Texter aus und in Züri, nachdem er gefühlte 20-mal umgezogen ist, u.a. nach Berlin, Düsseldorf, Frankfurt und Wien.

Reduzierte den Smart to the max, machte Media-Markt weniger blöd und blieb beim Tages-Anzeiger dran. Ist Namensgeber und Mitgründer von Blue Balls Music, die das „Blue Balls Festival“ in Luzern veranstaltet.

Verbringt seine Tage völlig unkorrekt und ausgegrenzt als partei- und konfessionsloser, heterosexueller Raucher/Fleischfresser/Nichtjogger/Oekosparlampenhasser. Spielt auf seiner alten Fender Stratocaster zu allem Übel auch noch am liebsten Negermusik.

Mag Texaner wie Billy Gibbons und Kinky Friedman. Ob die allerdings ihn mögen, ist glücklicherweise unbekannt.

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Stinkende Schwaden der Missgunst