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Ein Haufen verwegener Hunde – Inglorious Bastards

Ein kleiner Ausflug in die Welt des italienischen Exploitation-Kinos der 70er Jahre erwartete mich beim schauen von Ein Haufen verwegender Hunde – Inglorious Bastards aus dem Jahr 1978.

Inhalt:
Frankreich zur Zeit des Zweiten Weltkrieges: Fünf US-Deserteuren gelingt nach einem Artilleriegefecht die Flucht vor der US-Militärpolizei. Auf ihrem Weg in die kriegsneutrale Schweiz geraten die Fahnenflüchtigen in die Fänge französischer Partisanen. Auf deren Befehl soll das Quintett den Sprengkopf einer deutschen V2-Rakete entwenden – eine Mission, die einem Todeskommando gleichkommt…

Gab es da nicht mal einen Streifen von Quentin Tarantino, der praktisch den gleichen Titel trug? Doch, genau so ist es. Vorliegend war jedoch das Original, eine kleine trashige Produktion aus Italien.

Der Film wurde absolut gradlinig inszeniert. Kein leeres Gerede. Ab gehts, quasi ohne grosse „Setup-Time“ in den LKW, kurzes Intro, der Zuschauer erfährt, dass unsere Helden von den eigenen Leuten erschossen werden sollen, unter anderem wegen Mord, Befehlsverweigerung, etc. Und schon greift da ein Nazi-Bomber den Laster unserer Jungs an und von da an gehts erst richtig los. Der Film hat enorm Drive und da wird nicht unbedingt die hochgradigste Action zelebriert. Aber, was da geböllert und gestorben wird, da wird selbst der Terminator noch neidisch.

Die Story ist nimmt sich zu keiner Zeit wirklich ernst. Da haben unsere Ami-Freunde einmal eine Rast am See, schon erblicken sie etwa 20 nackte junge deutsche Frauen – welche sich aber erst beim Anblick des dunkelhäutigen Fred Williamson als Nazis zu erkennen geben und Gott sei Dank splitternackt aus dem Wasser zu ihren Maschinenpistolen rennen. Da lacht das Trashherz. Auch für uns Schweizer gibts noch einen Grund dem Film einen weiteren Komik-Punkt zu geben. Da spricht doch der US-Sergeant Yeager „perfektes Deutsch“ – was sich zwar eher so anhört, als hätte der Magdalena Martullo-Blocher ein Ricola im Mund und versucht Englisch zu sprechen. Unfreiwillige Komik, aber absolut ins Schwarze getroffen.

Fazit: Der Film wird zu keiner Minute langweilig, ist Actionreich, nackte Haut gits auch und viele Stunts werden von den Darstellern teils selbst gemacht. Was will man(n) mehr? Viel Vergnügen!

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Dominik Hug

Autor: Dominik Hug

Mitdreissiger. Basler. Auch im Erfolg stets unzufriedener FCB-Fan. Filmkritiker. Leidenschaftlicher Blogger. Strassensportler. Apple User. Hat eine Schwäche für gute Düfte. Liest eBooks. Hört gerne Rockmusik. Fährt einen Kleinstwagen. Geht gerne im Ausland shoppen. Herzkalifornier. Hund vor Katze. Hat immer eine Sonnebrille dabei. Gelegentlicher XBox-Zocker. Hat 2016 überlebt.

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