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Dragged Across Concrete – Knallharte Genrekost mit Mel Gibson & Vince Vaughn

Wie wird man einst auf das Filmjahr 2019 zurückschauen? Man wird an Superhelden denken, vielleicht auch an Quentin Tarantinos zweitletzten Film. Und einige wenige werden sich an Dragged Across Concrete erinnern.

Inhalt:
Die beiden Cops Brett Ridgeman (Mel Gibson) und Anthony Lurasetti (Vince Vaughn) werden aufgrund eines Videos, das sie bei einem aussergewöhnlich hart ausgeführten Einsatz gegen einen Drogenkriminellen zeigt, suspendiert. Ridgeman fühlt sich ungerecht behandelt und befürchtet, dass er durch das fehlende Gehalt nicht mehr richtig für seine Familie sorgen kann. Gemeinsam mit Anthony plant er als ausgleichende Gerechtigkeit, eine Bankräuber-Gang um deren Beute zu erleichtern. Doch sie suchen sich hierfür leider die falschen Kriminellen aus – denn die psychopathischen Räuber besitzen keinerlei Skrupel, ihren Fluchtweg mit unzähligen Leichen zu pflastern.

Regisseur S. Craig Zahler erhält in den letzten Jahren mehr und mehr Aufmerksamkeit. Dank Filmen wie Bone Tomahawk und Brawl in Cell Block 99 hat Zahler Genrefilme abgeliefert, die sich durch Atmosphäre und extreme Gewaltspitzen auszeichnen.

Dragged Across Concrete ist alles andere als ein Party-Blut-Gemetzel. Zahler gibt dem Zuschauer viel Zeit um den Figuren Raum zur Entfaltung zu geben. Sehr viel Zeit, denn der Film hat eine Laufzeit von 159 Minuten. Aufteilen kann man den Film problemlos in zwei Hälften. Die ruhigere erste Halbzeit, in welcher uns das Umfeld unserer Protagonisten bekannt gemacht wird und auch die persönlichen Eigenschaften, welche unsere beiden Detectives ausmacht. Die zweite Hälfte wird um einiges rasanter, und vorallem brutaler.

Zahler schafft es immer wieder, die Spannung in die Höhe schnellen zu lassen und dann den Zuschauer wieder mit einer Wende in die Irre zu führen. Zudem, wenn Blut spritzt, dann aber so richtig. Ein knallharter Film.

Es macht mir zumindest immer viel Freude, Mel Gibson in einem Film zu sehen. Für mich gehört er zu den wahren Grössen Hollywoods und er bestätigt dies immer wieder mit seinen Thrillern, auch wenn er in den letzten Jahren kaum noch auf der Kinoleinwand landen konnte. Aber um im Kino zu landen musst du ja praktisch ein Avenger sein. Gibson spielt hier ruhig und richtig gut. Und zusammen mit Vince Vaughn, der bis vor einigen Jahren praktisch auf Comedy-Blödeleien spezialisiert war, bildet er ein Duo, welchem man gerne zuschaut. In Nebenrollen kann man zudem mit Tory Kittles, Michael Jai Whit, Jennifer Carpenter, Thomas Kretschmann und Don Johnson einige bekannte Gesichter sehen, welche dem Film noch mehr Grösse verleihen.

Fazit: Dragged Across Concrete ist knallharte Genrekost. Regisseur S. Craig Zahler muss man ab sofort auf dem Radar behalten. Dieser Mann liefert stets Qualitätsware ab. Unbedingt sehen.

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Dominik Hug

Autor: Dominik Hug

Mitdreissiger. Basler. Auch im Erfolg stets unzufriedener FCB-Fan. Filmkritiker. Leidenschaftlicher Blogger. Strassensportler. Apple User. Hat eine Schwäche für gute Düfte. Liest eBooks. Hört gerne Rockmusik. Fährt einen Kleinstwagen. Geht gerne im Ausland shoppen. Herzkalifornier. Hund vor Katze. Hat immer eine Sonnebrille dabei. Gelegentlicher XBox-Zocker. Hat 2016 überlebt.

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