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Corona-Ticker: JE SUIS MURPHY. (Die Woche 22/2020)

Samstagsgebet. Corona zum Trotz versammeln sich Tausende schwer gläubige weisse Sünder ohne Büssermasken auf Strassen und Plätzen in Basel, Zürich, Bern, Berlin, Frankfurt, München, Hamburg usw., um – herdengleich aneinander gedrängt und sich selbst geisselnd – den Allmächtigen um Vergebung und Vergeltung anzuflehen, welcher voller Zorn sogleich die Posaunen der Erzengel in C#-moll erschallen lässt: „What can go wrong, will go wrong“; oder so.

R.I.P. The Smartest President of the Universe (SPOTU), formerly known as Trump, stürzt sich gerade von der politischen Golden Gate Bridge; er hinterlässt eine attraktive Frau und 60 Millionen Wähler.

Datenstau. China hat Corona-Daten zu Händen des Oberchinesen der WHO tagelang zurückgehalten, was jedoch niemandem chinesisch vorkam; man will schliesslich weiterhin made in China.

Moderne Medizin. Der Chef-Herzchirurg des Zürcher Unispitals Zürich pflanzt Patienten Ersatzteile aus Restbeständen der DDR Volksarmee in den Brustkasten ein; der Arzt, der das ans Licht bringt, wird erwartungsgemäss entlassen.

Neue urban Gesetze. Die Berliner Staatsanwälte müssen künftig beweisen, dass es sich bei Verbrechen nicht um Diskriminierung von Verbrechern, sondern um Verbrechen von Verbrechern handelt; Bayern erwägt, künftig keine Polizisten und Millionen mehr in die Bundesklaustadt zu entsenden.

Atomkrieg. Die von Greenpeace und der schweizerischen Energie-Stiftung beim deutschen Öko-Institut in Auftrag gegebene Discountstudie über die Sicherheit des AKW Beznau ist Atommüll, kritisiert die Atomaufsichtsbehörde des Bundes (Ensi); sie sei voller Falschaussagen, Rechen- und Genitivfehler.

Klartext. Der für alles zuständige Bundesminister Heiko Maas bedauert den angekündigten Abzug von US-Truppen aus Deutschland, weil, äh: „Wir sind enge Partner im transatlantischen Bündnis, aber es ist kompliziert“.

Persona non greta. Wegen seines neuesten Dokumentarfilmes ist Michael Moore jetzt kein Freund des rotgrünen Müsli-Mainstreams mehr; how dares he!

Unverdichtet wohnen. Am Suvretta-Hügel bei St. Moritz von polnischer Milliardärs-Witwe zu vermieten: schnuckelig-heimelige, 5.600 m2 grosse Ferienvilla m. Indoor-See und privatem Aufzug direkt auf die Skipiste; jetzt für nur noch CHF 1,8 Mio. die Woche.

Sternekoch Schröder. Mode-Expertin Claudia Roth: „Die bunten Brioni-1A-Gänsedaunen-Kochwesten stehen dem russischen Kanzler sehr gut.“

Recycling. Ein ehem. Architekt fischt PET-Flaschen aus der Limmat und fertigt daraus modische Bikinis (bio), mit denen man z.B. in die Limmat springen kann, um PET-Flaschen herauszufischen.

Schadensbegrenzung. In einem Designer-Hotel in Cuxhaven sind nur noch Gäste mit einem Körpergewicht von max. 130 Kilogramm erwünscht, weil laut der Hotelbesitzerin „die dünnen Designerstühle Schaden nehmen könnten“; Wirtschaftsminister Peter Altmeier umgehend: „Dagegen sollten wir ein Zeichen sitzen.“

Unfälle & Verbrechen. Michael Wendler (46) und seine Laura (19) geniessen laut der Schweizer Barfuss-Illustrierten in Florida ein Liebes-Käsefondue; dazu Laura: „Ich liebe dich bis zum Mond und zurück.“

 

 

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Reinhold Weber

Autor: Reinhold Weber

Reklamiker und Texter aus und in Züri, nachdem er gefühlte 20-mal umgezogen ist, u.a. nach Berlin, Düsseldorf, Frankfurt und Wien.

Reduzierte den Smart to the max, machte Media-Markt weniger blöd und blieb beim Tages-Anzeiger dran. Ist Namensgeber und Mitgründer von Blue Balls Music, die das „Blue Balls Festival“ in Luzern veranstaltet.

Verbringt seine Tage völlig unkorrekt und ausgegrenzt als partei- und konfessionsloser, heterosexueller Raucher/Fleischfresser/Nichtjogger/Oekosparlampenhasser. Spielt auf seiner alten Fender Stratocaster zu allem Übel auch noch am liebsten Negermusik.

Mag Texaner wie Billy Gibbons und Kinky Friedman. Ob die allerdings ihn mögen, ist glücklicherweise unbekannt.

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Dank Migros: Umsatz von Dubler Schaumware erfolgreich gesteigert. (Die Woche 23/2020)