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Corona-Regeln: Wann kommt der Sitztanz? (Die Woche 42/2020)

Schönheit blendet

Covid-Tsunami. In der Schweiz darf in und vor Restaurants, Bars und Clubs nur noch sitzend konsumiert werden (s. Abb.), weitergehend empfehlen Experten jedoch auch das dauerhafte Tragen von Melkschemeln zum allzeit korrekten Verzehr von Cheeseburgern und Bananenjoghurt (bio) im öffentlichen Raum (fasten seat belts) sowie das neue sog. Seated Dancing; Heiko Maas: „Damit sitzt die Schweiz ein starkes Zeichen.“

Drohung. Der superfast, s u p e r f a s t genesene Donald Trump will allen einen dicken fetten Kuss geben; die Frage vieler Wähler, ob er denn mit seinem Hintern küsse, liess das Weisse Haus bislang unbeantwortet.

Inzidenzwert. Laut dem Robert Koch-Institut belegt Berlin-Neukölln mit 161,6 Punkten den Spitzenplatz, gefolgt von Berlin-Mitte (137,5) und Friedrichshain-Kreuzberg (112,0); der erfolgsgewohnte Zahlenmensch Uli Hoeness enttäuscht über die schlechte Performance von Bayern.

Glauben macht selig. Infolge wortgetreuer Auslegung des Koran rollen in Paris Köpfe; radikal gläubige Christen (Einzelfälle) fordern auf Pappschildern die Wiederinbetriebnahme der Guillotine.

Ausnahmezustand. Tausende junge prodemokratische Demonstranten in Bangkok fordern den Rücktritt der Regierung und eine offene Debatte über die Rolle des Monarchen; dieser sitzt in knapp sitzender mintgrüner Badehose im Wellnessbereich seiner Villa am Starnberger See, isst Schweinshaxe mit Knödeln (Semmel) und schaut Fussball.

Kehraus. Mark Zuckerberg will Holocaustleugner endlich konsequent auf Facebook löschen; denn, so das Intelligenzblatt 20 Minuten: „Er hat gute Gründe dafür.“

Frauenpower. Alice Schwarzer wünscht sich eine weitere Kandidatur von Angela Merkel, weil “keiner der Jungs bei der CDU wiegt so schwer wie Merkel“; ausser Altmaier.

GeFem. Das vom deutschen Justizminister Christine Lambrecht (SPD) gänzlich in generischem Femininum verfasste neue Insolvenzgesetz wird vom Kabinett abgelehnt; insbesondere Innenministerin Horst Seehofer (CSU) war von der nicht regelkonformen Schreibweise wenig begeistert.

Angepisst. Ein Mann (73) in der Zürcher Agglo von Dietikon vermöbelt eine Frau, die ihn beim Wildpinkeln erwischt und mit einem Gartenschlauch nassgespritzt hat; er erhält 12 Monate bedingt, 3.000 CHF Busse sowie die Gerichtskosten aufgebrummt und sagt zum Richter: „Ich lasse mir nicht auf den Kopf scheissen.“

Breaking. Jugendwort des Jahres ist «lost», Vogel des Jahres der Goldregenpfeifer und Aston Martin baut jetzt auch naturnahe Häuser (Zedernholz, inkl. Pool und Grossgarage).

TV-Kritik. Zum ersten Schweizer Tatort aus kuul urban Tsüri (m/w/d) gibt es zu sagen: Der nächste Tatort aus Wien wird am 27. Oktober ausgestrahlt, der Münsteraner mit Prof. Börne und Hauptkommissar Thiel am 8. November; viel Vergnügen.

 

 

 

 

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Reinhold Weber

Autor: Reinhold Weber

Reklamiker und Texter aus und in Züri, nachdem er gefühlte 20-mal umgezogen ist, u.a. nach Berlin, Düsseldorf, Frankfurt und Wien.

Reduzierte den Smart to the max, machte Media-Markt weniger blöd und blieb beim Tages-Anzeiger dran. Ist Namensgeber und Mitgründer von Blue Balls Music, die das „Blue Balls Festival“ in Luzern veranstaltet.

Verbringt seine Tage völlig unkorrekt und ausgegrenzt als partei- und konfessionsloser, heterosexueller Raucher/Fleischfresser/Nichtjogger/Oekosparlampenhasser. Spielt auf seiner alten Fender Stratocaster zu allem Übel auch noch am liebsten Negermusik.

Mag Texaner wie Billy Gibbons und Kinky Friedman. Ob die allerdings ihn mögen, ist glücklicherweise unbekannt.

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