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Bäcker*innenX, Rosenzüchter, Queerdenkende, Nahostexperten und Brandspezialisten ehren Tag der Arbeit. (Die Woche 17/2021)

 

Kloake Berlin. Am Tag der Arbeit arbeiten sich besorgte Mitbürger*innenX an Heterosexualität, Hausfassaden, Schaufenstern, Autos und Israel ab; Berliner Dorfgendarmerie stundenlang von ihrer Arbeit überfordert.

Lockerungen. Tausende Schweizerinnen und Schweizer geniessen den aufgeweichten Corona-Lockdown bei bestem Regenwetter auf wiedereröffneten Restaurant-Terrassen und in lauschigen Gartenbeizen; Journaille erörtert die Verbreitung des Begriffes „Terrassen-Neid“.

Mangelplanwirtschaft. Jetzt, da genügend Impfstoffe vorhanden sind, werden europaweit die Impfbüchlein knapp; Ursula von der Leyen: „Eine Taskforce ist dabei, eine Strategie zu entwickeln, um zeitnah proaktiv eine weltweite Ausschreibung zu lancieren.“

Trockengebiet. Präsident Erdogan verbietet in seinem recht trinkfreudigen Land während des von ihm vefügten 17-tägigen Lockdowns den Verkauf von alkoholischen Getränken; Preise für Cannabis steigen um 100 Volumenprozent.

Steuermann. Joe, äh, Biden, vor seinem Amt als US-Interimspräsident 36 Jahre lang Gouverneur des Steuerschlupflochs Delaware, in dem es mehr Briefkastenfirmen als Einwohner gibt, will der Schweiz höhere Steuern verordnen; dazu der im Staat mit den weltweit höchsten Steuern für alles zuständige Bundesminister Heiko «Der Anzug» Maas: „Damit hat mein Freund Joe ein starkes Zeichen gegen die Spaltung der Welt gesetzt.“

Wahlschiebung. 15 Jahre nach der letzten Parlamentswahl verschiebt Friedenstaube Mahmud Abbas diese erneut; schuld daran sei Israel.

Medienaktivisten. Die Chefredaktöre (Namen der Kult Red. unbekannt) des ehem. renommierten Wochenmagazins «Stern» verkünden offiziell, das Blatt verabschiede sich vom kritischen Journalismus und wechsle in den naiven Aktivismus; ausserdem sei Annalena Baerbock hübsch, weiblich, jung, grün hinter den Ohren und wie Angela Merkel damals nicht durch Führungserfahrung versaut, also die ideale Kanzlerin für die Vorzeigedemokratie Deutschland.

Maastnicht. Da die meisten EU-Staaten weit über die „ewigen“ 60 Stabilitäts-Prozent verschuldet, also pleite sind, will die EU-Kommission diese eiserne Regel jetzt abschaffen; was interessiert mich mein Gesetz von gestern.

Gaudi Arabien. Das zum zweiten Mal abgesagte Münchner Oktoberfest findet ersatzweise im Emirat Dubai statt; es gibt Pfefferminztee vom Fass, Schafbock vom Spiess und a saumässigs Gaudi zu von echten Dubayern dargebrachter heterophonisch geprägter Blasmusik.

#allesdichtmachen. Der neueste Münster-Tatort mit dem vom Kopfnicker-Mainstream gebeutelten Jan Josef Liefers stellt mit 14,3 Millionen Zuschauern beinahe einen neuen Quotenrekord auf; den Spitzenplatz hält nach wie vor ein Münster-Tatort mit dem vom Kopfnicker-Mainstream gebeutelten Jan Josef Liefers mit 14,6 Millionen Zuschauern.

Masturbation May. Nicht verpassen: Am 7. Mai ist «Internationaler Tag der Masturbation»; 20 Minuten, die wissenschaftliche Fachpublikation für naturnahe Feuchtgebiete, physische Härtefälle und gepflegtes Handwerk enthüllt: „Masturbieren hat diverse positive Effekte auf Körper und Geist.“

 

 

 

 

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Reinhold Weber

Autor: Reinhold Weber

Reklamiker und Texter aus und in Züri, nachdem er gefühlte 20-mal umgezogen ist, u.a. nach Berlin, Düsseldorf, Frankfurt und Wien.

Reduzierte den Smart to the max, machte Media-Markt weniger blöd und blieb beim Tages-Anzeiger dran. Ist Namensgeber und Mitgründer von Blue Balls Music, die das „Blue Balls Festival“ in Luzern veranstaltet.

Verbringt seine Tage völlig unkorrekt und ausgegrenzt als partei- und konfessionsloser, heterosexueller Raucher/Fleischfresser/Nichtjogger/Oekosparlampenhasser. Spielt auf seiner alten Fender Stratocaster zu allem Übel auch noch am liebsten Negermusik.

Mag Texaner wie Billy Gibbons und Kinky Friedman. Ob die allerdings ihn mögen, ist glücklicherweise unbekannt.

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88 Minuten, Die Vorsehung & Die letzte amerikanische Jungfrau