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Death Sentence – Rache ist ein Gericht, das am besten verdammt blutig serviert wird

Death Wish kommt dieses Jahr in Form eines Remakes (mit Bruce Willis in der Hauptrolle) wieder zurück in die Kinos. Doch schon vor zehn Jahren bekam der harte Charles Bronson-Klassiker ein inoffizielles Remake.

Inhalt:
Nick Hume (Kevin Bacon) hat ein perfektes Leben: guter Job, attraktive Frau (Kelly Preston), zwei Söhne. Doch als sein ältester Sohn von einer Strassengang brutal ermordet wird, ist Hume bald nur noch von einem Gedanken besessen: Rache. Er wird zu Richter, Jury und Henker in einer Person, denn alle Beteiligten – und vor allem Gangleader Billy Darly (Garrett Hedlund) – sollen für das grauenvolle Verbrechen büssen, erbarmungslos und ohne Ausnahme.

Death Sentence schlägt eine deutlich härtere Gangart ein als der zur selben Zeit erschienene The Brave One mit Jodie Foster. Kein Wunder, ist doch James Wan der Regisseur dieses Werks, seines Zeichens verantwortlich für Filme wie Saw und Death Silence.

Filme wie Death Sentence, The Brave One, Death Wish oder auch Hard to Kill haben eines gemeinsam. Ein Hauptdarsteller, der Recht und Ordnung in die eigenen Hände nimmt, in der Regel nach dem Verlust einer geliebten Person oder gleich der ganzen Familie.

In Death Sentence sehen wir zu Beginn die völlig intakte Familie Hume. Der Vater ist ein erfolgreicher Geschäftsmann mit toller Frau, zwei Söhnen, von welchen einer der Star seines Eishockeyteams ist. Happy Time. Doch mit dem äusserst gewalttätigen und sinnlosen Tod des älteren Sohnes nimmt der Film Fahrt auf in dunkle Gefilde und wir erleben, wie der Bürohengst Nick Hume zum Racheengel mutiert und irgendwann eine Grenze überschreitet, von der er nicht mehr zurückkehren kann.

Kevin Bacon hat mit Death Sentence einen weiteren grossartigen Film abgeliefert. Bacon spielt einfach fantastisch. Und dazu gibts noch Kelly Preston und John Goodman. Geil besetzter Streifen.

Doch was will uns James Wan mit diesem Film eigentlich genau sagen? Ist Rache gut? Ist Selbstjustiz eine akzeptable Antwort auf eine Ungerechtigkeit? Vielleicht will der Film auch gar nichts aussagen und einfach nur mit Gewalt den Zuschauer durchschütteln und pervers fasziniert vor den Bildschirm bannen. Und vielleicht sollen Filme wie dieser auch nur eine Frage in den Raum stellen: Was würdest DU tun?

Fazit: Ein dreckiger, harter und brutaler Film. Genau mein Ding.

 

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Autor: Dominik Hug

Mitdreissiger. Basler. Auch im Erfolg stets unzufriedener FCB-Fan. Filmkritiker. Leidenschaftlicher Blogger. Strassensportler. Apple User. Hat eine Schwäche für gute Düfte. Liest eBooks. Hört gerne Rockmusik. Fährt einen Kleinstwagen. Geht gerne im Ausland shoppen. Herzkalifornier. Hund vor Katze. Hat immer eine Sonnebrille dabei. Gelegentlicher XBox-Zocker. Hat 2016 überlebt.

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