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paar gedanken zu den wahlen.

vor 4 jahren profitierten die grünliberalen von der angst (fukushima), heute profitiert die svp von der angst (flüchtlinge). soweit alles normal. und dass dieses mal die linken mit die grössten wahlhelfer der rechten waren, zeigte sich in a) der aufforderung, wählen zu gehen, egal was, nur nicht die svp und b) der aufforderung gerade an die jungen, überhaupt wählen zu gehen. gerade die sp hatte nur ein argument: wählt uns, sonst gewinnen die anderen. das ist alles? keine eigenen inhalte? keine positionen? keine argumente? selber schuld. auch die fehlüberlegung, die jungen würden mehrheitlich links wählen, dem ist leider nicht so. vielleicht auch, weil es sich die meisten jungen halt nicht leisten können, im chreis vier, fünf oder im seefeld oder so zu wohnen. die svp musste eigentlich gar nichts tun. nur sagen, was sie tut. und wieso. von links diese eben beschriebene schützenhilfe und von rundherum das unsägliche gebaren der eu in den letzten jahren (vgl. ukraine, vgl. griechenland, vgl. abbau bürgerrechte uswusf.) sowie das bereits beängstigende chaos, in welches die deutsche regierung ihr land mit ihrer flüchtlings- und immigrationspolitik gestürzt hat.

und sonst? haben sich einfach ein wenig die konturen verschärft. sp, fdp, svp. fast wie früher. da gabs noch eine cvp, da war das noch eine partei und noch nicht so etwas wie ein verein ohne statuten. die bdp? hat gezeigt, dass es eben nicht reicht, eine partei um eine grad zufällig parteilos gewordene svp-abtrünnige bundesrätin zu basteln und die grünliberalen, dass das strategische kalkül, die summe der fdp und der grünen zu sein nicht aufgeht, und die quasi einmann-partei von bäumle zwischen eben diese beiden gefallen ist. nicht zuletzt, weils die grünen eigentlich gar nicht mehr gibt. natürlich müsste es sie geben, es hätte themen genug, die nahrungsmittel- und futterindustrie, die fleischindustrie, die milchindustrie, das drohende freihandelsabkommen, die ausnutzung natürlicher ressourcen durch die konzerne auch im inland, aber nein, sie begnügen sich mit sachen wie „lenkunssteuer für blabla..“ oder den abbau von fahrspuren und parkplätzen in der stadt. die grünen stehen je länger je mehr für mehr steuern, mehr gebühren und mehr vorschriften. für nichts.

und bei den einzelnen? mörgeli? christoph, heul leiser! wer ein arschloch ist. wird nicht gewählt. egal ob svp oder sp. da ist kein komplott, da ist nichts anderes als: geh empathie büffeln, primitiver sack. anders der köppel: halt einfach nur logisch, obs einem passt oder nicht, kaum einer mag ihm mit argumenten entgegenhalten. nur mit primitven pauschalverunglimpfungen, so im mörgeli-style, einfach von links. die martullo-blocher ist ein anderer fall. einer, der eigentlich nichts anderes aufzeigt, als dass ein grosser teil des bündnerlandes von der ems-chemie abhängt. diese abhängigen sehen das aber nicht als abhängigkeit, sondern als arbeitsplätze und steuereinnahmen, wieviel auch immer, auch wenns mehr sein könnte von beidem sinds offensichtlich immer noch mehr als jeder andere da oben. glück und pech zugleich. glück, dass ihr die ems-chemie habt, pech, dass die trulla jetzt einem sinnvolleren kandidaten den platz vollfurzt.

zusammengefasst:

 

angst gewinnt immer: 2011 fukushima, 2015 flüchtlinge. (in der natur kann ein gewisses mass an angst übrigens überlebenswichtig sein.)

sp verloren: selber schuld.

svp gewonnen: danke eu.

fdp gewonnen: naja, ihr habt jetzt halt die, die den blocher auch ein arsch finden, aber deshalb noch lange keine linken sein wollen, aber immerhin.

cvp, grüne, grünliberale, bdp und konsorten: war da was?

köppel gewählt: logisch

martullo gewählt: krank

mörgeli abgewählt: richtig

 

und dann wär da noch die erkenntnis, dass es erstaunlich ist, wie sich der ton in der politik verschärft hat, wie die parteien sich gegenseitig mittlerweile mit einem absolutismus entgegenstehen wie fundamentale christen oder islamisten oder irgendwelche anderen religionen, deren anhänger sich gegenseitig abschlachten und so erst das leid erschaffen, dass sie vorher beklagt haben. wenn sich dann also einer aus der schweiz verabschiedet, dann nicht, weil die rechten ein paar prozentpunkte mehr haben oder die linken, sondern weil der verlorengegangene wille zum gegenseitigen respekt den krieg ins land gebracht hat.

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Rainer Kuhn

Autor: Rainer Kuhn

Rainer Kuhn (*1961) hat das ganze Ding hier gegründet, aufgepäppelt, fünf Mal neu erfunden, vorher Werber, noch vorher Betriebsökonomie studiert, noch vorher Tennislehrer gewesen. Dazwischen immer mal wieder ein Kind gemacht. Wollte eigentlich mal Pferdekutscher im Fex-Tal werden, später dann Pfarrer. Im Herzen ein Landbub, im Kopf dauernd unterwegs. Schreibt drum. Hat ein paar Gitarren und ein paar Amps in der Garage stehen. Macht Musik, wenn er Zeit hat. Hat er aber selten. Blues und Folk wärs. Steht nicht gern früh auf. Füllt trotzdem die Kult-Verteilboxen jeden Monat mehrmals eigenhändig auf. Fährt Harley im Sommer. Leider mit Helm. Mag Mainstream-Medien nicht. Mangels Alternativen halt Pirat geworden. Aber das ist manchmal auch streng.

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