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DIE BESTEN 3 AM BERNWOCHENENDE

GusGus live @ Rondel (04.12.14)

GusGus in eine Genre-Schublade zu stecken ist ein Ding der Unmöglichkeit und auch nicht sonderlich sinnvoll: Techno, House, Jazz, Rock, Downtempo, Ambient… alles ist korrekt und doch irgendwie falsch. GusGus haben schon immer ihr eigenes Ding durchgezogen, so auch mit ihrem neuen Album namens „Mexico“. Ihr insgesamt neunter Longplayer schickt die Isländer auf eine Reise ins weite Electronica-Universum, versehen mit warmen Vocals und millimetergenau passenden Beats. Von soliden Housekrachern wie „Another Life“ bis hin zu melancholischen Afterhour-Balladen „This Is What You Get When You Mess With Love“ ist alles dabei, eingespielt in der gewohnt erhabenen GusGus-Manier, kreuzend zwischen Elektro und Pop und stimmlich begleitet von diversen herausragenden Sängern. Die wahren Qualitäten von GusGus offenbaren sich jedoch erst während ihrer Live-Gigs, die sie mit einer beeindruckenden Lightshow begleiten. Als repräsentativer Reinhorcher eignet sich „Crossfade“, eine Clubhymne im allerbesten Sinn des Wortes. Als Supporting-Act der Legenden aus Island fungieren Kiko King & Creativemaze aus Deutschland.

Moonbootica @ Rondel (05.12.14)

Wer hinter dem Pseusdonym Moonbootica einen wahrhaft tieferen und kunstvollen Sinn vermutet, der wird enttäuscht: Moonbootica gründet in den erstaunlich grossen Schuhgrössen der beiden Moonbootica-Protagonisten KoweSix und Tobitob (ehemals Fünf Sterne Deluxe). Jedoch ist der Name auch gleich ein Hinweis auf das musikalische Denken des Tandems: Spass muss sein, aber bitte immer mit Qualität der Schuhgrösse 50 drunter. Moonbootica vorzustellen hiesse Eulen nach Athen tragen. Also belassen wir es bei einem Hinweis darauf, dass die beiden seit 2009 zusammen auch am Projekt Black Van arbeiten, das auf dem legendären New Yorker Label DFA releast.

Flic Flac @ Rondel (06.12.14)

Den Hype den Flic Flac in den letzten Monaten erleben durften, verdient das Prädikat „phänomenal“: Mit ihrer Version von Deep House haben die beiden Ausnahmekönner erst das Internet und dann die europäischen Dancefloors erobert. Man darf sie ohne mit der Wimper zu zucken zu den Federführern der aktuellen Clubsoundströmung zählen und die frischeste aller Clubbing-Generationen liegt dem Duo ergeben zu Füssen. Ihre Youtube-Clips werden millionenfach (im zweistelligen Bereich) angeklickt, aber eigentlich entfalten Flic Flac ihre wahren Qualitäten erst im Club und dort durch die Interaktion mit ihrem (stets begeisterten) Publikum. Nach den beiden habe ich mit 3some’ die Ehre den musikalischen Steuerknüppel zu übernehmen, und die Maschine dann auf gleicher Flughöhe bis zum Ende zu halten.

https://soundcloud.com/flicflac/flicflac-we-are-the-people

Es ist mir durchaus bewusst, dass ich nun an einem Wochenende gleich 3 Artisten im gleichen Club rausgepickt habe – ist nun aber einfach ein super Hattrick den das Rondel dieses Wochenende hinlegt also will ich gar nichts hören…

Peace, love and happiness aus der Botschaft in Bern

Boris

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Autor: best of wochenende

Unser Zürcher Erzbischof:

Alex Flach betreut die Medienarbeit diverser führender Clubs in der deutschen Schweiz, darunter führende Locations wie das Hive (Zürich), der Nordstern (Basel), das Rok (Luzern), die Zukunft (Zürich) oder der Hinterhof (Basel). Zudem schreibt er im Tages Anzeiger eine wöchentliche Nightlife-Kolumne, ist wöchentlich Studiogast in der Sendung Friday Night von Jonas Wirz auf Radio 24, ist Chefredaktor der Drinks Schweiz, des offiziellen Organs der Schweizer Barkeeper Union, betreut seit Anbeginn die Kommunikation des tonhalleLATE-Projekts der Tonhalle-Gesellschaft Zürich und bildet neuerdings, und zusammen mit Marc Blickenstorfer, Zürich Tourismus-Exponenten in Sachen Nachtleben aus.

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Jannik Roth managt Artisten, veranstaltet Events und spielt darüber hinaus als Liebkind auch noch Platten und das alles und allermeistens in Basel. Tipps von einem der die Nächte am Rheinknie kennt wie kaum ein Zweiter.

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Boris, music addict, DJ seit beinahe 20 Jahren und trotz der Ü30 immer noch sehr aktiv im Nachtleben ist in Bern besser bekannt als Boris WHY oder WENOTME. Als Resident von audiotheque kennt Boris die Berner Szene nicht bloss, er hat sie in den letzten Jahren auch mitgeprägt. Unser Bundeshauskorrespondent wird Dir wöchentlich neue musikalische Leckerbissen in der schönen Hauptstadt empfehlen – manchmal bereits bekannnte aber hochqualitative, manchmal noch nicht sehr famous aber genau so talentierte Acts, die Du Dir unbedingt anhören solltest.
boriswhy.com

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