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Independence Day 2: Wiederkehr, oder warum es schade ist nicht mehr 13 Jahre alt zu sein

Independence Day 2: Wiederkehr
ab 14. Juli 2016 in unseren Kinos

Damals waren wir noch in Sorge, dass uns der Kinoeintritt vielleicht verwehrt würde. Kein Wunder, wir waren 13 Jahre alt und Independence Day schien der Film des Jahrhunderts zu werden. Und wie sehr schlug Independence Day damals doch bei uns ein. Wir liebten den Streifen. Die VHS habe ich damals locker zwanzigmal gesehen. Und jetzt, zwei Jahrzehnte später, bringt Roland Emmerich doch tatsächlich eine Fortsetzung in die Kinos.

Inhalt:
Guess what, es ist mal wieder der 4. Juli. Independence Day. Und just an diesem Tag kommen unsere ausserirdischen Freunde zurück auf die Erde. Die haben nämlich den zwanzig Jahre alten Notruf ihrer gekillten Alienfreunde empfangen und wollen uns endgültig das Licht abdrehen. Zum Glück leben die meisten Helden von damals noch und sind bereit den Aliens ein weiteres Mal in den Hintern zu treten…

Fans von Will Smith müssen jetzt stark sein. Er wollte nicht Teil dieser Fortsetzung sein, was ich sehr schade finde, haben er und Jeff Goldblum damals ein cooles Duo abgegeben. Doch Goldblum ist da, ein wenig grauer, aber immer noch mit der gleichen Präsenz wie früher. Bill Pullman wurde reaktiviert, ebenso Judd Hirsch (Gott sei Dank, der Mann ist ein Highlight), Brent Spiner (mit zuviel Screentime), Vivica A. Fox (mit zuwenig Screentime) und John Storey (den habe ich irgendwie vergessen). Robert Loggia, der im ersten Teil eine grössere Rolle als General Grey inne hatte, wurde ebenso für eine kleine Szene an Bord geholt. Leider verstarb Loggia letzten Dezember im Alter von 85 Jahren.

Und dann gibts da noch ganz viel frisches Blut. Ein richtiger Hollywoodstreifen der 2010er Jahre kommt nicht ohne einen Hemsworth aus. Welcher wars jetzt noch gleich? Jedenfalls, „Enter cool male name“ Hemsworth kann man getrost zur Liste der Hauptdarsteller zählen. Jessie T. Usher, der hier Will Smiths Son Dylan spielt, hat nicht viele Möglichkeiten sich zu zeigen. „Enter cool male name“ Hemsworth hat einfach die etwas bessere Rolle abbekommen. Maika Monroe spielt Patricia Whitmore, die im ersten Teil noch von May Whitman gespielt wurde. Schade, wurde die Rolle umbesetzt.

Independence Day 2: Wiederstand ist ein kurzweiliger Spass. Und wirkt stellenweise halt wie ein Remake des ersten Teils. Natürlich mit wesentlich hochwertigeren Computereffekten. Und doch hinterliess das ganze Blitzgewitter, Plasmawaffenfeuer, Untertassen und Alienzeugs nicht gross Eindruck bei mir. Es geschah auf der Leinwand einfach viel zu viel um sich auf einen zentralen Punkt konzentrieren zu können. Dies ist für mich eines der ganz grossen Probleme der aktuellen Blockbuster. Hollywood scheint nach dem Motto „je mehr CGI in ein Frame passen, umso besser wird die Szene“ vorzugehen. Die grossen „Whoaaaa, wie krass“-Momente bleiben da einfach weg.

Storytechnisch fühlte ich mich stellenweise an Star Trek: First Contact erinnert, namentlich an die Borg. Um nicht gross den Heckspoiler auszufahren lasse ich hier jetzt einige Details weg, aber die Geschichte rund um die Aliens wirkte alles andere als originell.

Doch, muss so ein Film überhaupt originell sein? Muss ein Independence Day-Film gute Dialoge haben? Denn, schaut man sich im zarten Alter von 33 Jahren den ersten Teil an, wirkt der Film schon sehr lächerlich, die Story an den Haaren herbeigezogen und total überdreht. Sind es einfach die Erinnerungen an unsere verlorene Jugend, welche uns das Gefühl geben, dass auch das cheesy Popcornkino von damals in Wirklichkeit das ganz ganz grosse Kino war?

Wirklich übel finde ich das Ende, sprich die letzten paar gesprochenen Sätze. Denn… ach, schaut doch selbst und bildet euch eure Meinung.

Fazit: Independence Day 2: Wiederkehr ist eine fast gelungene CGI-beladene Fortsetzung, welche die Helden von Teil 1 wieder auf die Leinwand bringt und dazu noch ein paar gelungene Neo-Charaktere. Doch, im Schatten von Teil 1 wirkt das Sequel nicht wahnsinnig originell. Ich habe jedoch meine Lebenszeit schon für grösseren Mist verschwendet. Wir geben mal grünes Licht.

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Dominik Hug

Autor: Dominik Hug

Mitdreissiger. Basler. Auch im Erfolg stets unzufriedener FCB-Fan. Filmkritiker. Leidenschaftlicher Blogger. Strassensportler. Apple User. Hat eine Schwäche für gute Düfte. Liest eBooks. Hört gerne Rockmusik. Fährt einen Kleinstwagen. Geht gerne im Ausland shoppen. Herzkalifornier. Hund vor Katze. Hat immer eine Sonnebrille dabei. Gelegentlicher XBox-Zocker. Hat 2016 überlebt.

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