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Get Carter

Sylvester Stallone hatte vor seinem grandiosen Comeback mit „Rocky Balboa“ eine Phase der Erfolglosigkeit. Seine Filme kamen nicht mehr grossflächig ins Kino, galten nicht mehr als massentauglich und seine Tage als Publikumsmagnet schienen endgültig vorüber zu sein. „Get Carter“ ist einer dieser Filme, welcher an den Kinokassen bei Unkosten von etwa 40 Millionen Dollar und einem weltweiten Einspielergebnis von etwa 20 Millionen Dollar brutal unterging.

Inhalt:
Geldeintreiber Jack Carter (Stallone) fährt zur Beerdigung seines Bruders. Bereits auf der Rückreise wird ihm aber klar, dass dieser nicht bei einem Autounfall ums Leben kam, sondern ermordet wurde. Jack will den Mörder finden. Die Witwe des Bruders, ihre Tochter Doreen (Rachel Leigh Cook), der ehemalige Arbeitskollege Cyrus Paice (Mickey Rourke) und der Mittelsmann Cliff Brumby (Michael Caine) sind nur einige Verdächtige…

Stallones „Get Carter“ ist ein Remake eines siebziger Jahre-Films mit Michael Caine in der Hauptrolle welcher hier eine Nebenrolle inne hat.

Zunächst, Stallone beweist hier Screenpräsenz. Im Armani-Anzug, mit Tie-Bart und mit stets gut frisierten Haaren, fragt und prügelt sich Sly durch gut 99 Filmminuten, mit einem Temperament wie ein Vulkan, stets kurz vor dem Ausbruch. Auch die stilleren Szenen mit seiner Filmnichte Rachel Leigh Cook absolviert er ordentlich. Rachel selbst macht ihre Arbeit ebenso gut. Mickey Rourke als Cyber-Zuhälter Cyrus Paice kann überzeugen, ebenso Miranda Richardson und Michael Caine, der hier jedoch die eher kleinere Rolle des Bad Guys einnimmt.

Regisseur Stephen Kay lieferte keine schlechte Arbeit ab. Stellenweise ein wenig übermotiviert wirkt zwar seine Regie, trotzdem setzte er Sly gut in Szene. Gesagt werden muss, dass dem Film eine Brise mehr Action gut getan hätte. Sly war hier echt gut drauf. Doch ein wenig mehr Härte hätte dem Film gut getan. Dafür hat der Film einen geilen Soundtrack zu bieten, den ich schon seit Jahren in den Ohren habe.

Fazit: „Get Carter“ wurde meines Erachtens zu Unrecht verrissen. Klar, ein ganz grosser Wurf ist dieser Streifen nicht. Speziell die Atmosphäre des Films und Stallones Schauspiel machen einiges an Boden gut, auch wenn die stellenweise fehlende Action und das doch leicht vorhersehbare Drehbuch negativ zu werten sind.

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Dominik Hug

Autor: Dominik Hug

Mitdreissiger. Basler. Auch im Erfolg stets unzufriedener FCB-Fan. Filmkritiker. Leidenschaftlicher Blogger. Strassensportler. Apple User. Hat eine Schwäche für gute Düfte. Liest eBooks. Hört gerne Rockmusik. Fährt einen Kleinstwagen. Geht gerne im Ausland shoppen. Herzkalifornier. Hund vor Katze. Hat immer eine Sonnebrille dabei. Gelegentlicher XBox-Zocker. Hat 2016 überlebt.

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